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#16 RE: Ostergedichte von Zentoolino 24.06.2009 13:15

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Osterhase

Dem Wetter sieht man ´s zwar nicht an,
doch Ostern ist schon wieder ran.
Noch kalt die Luft, doch welche Wonne,
es scheint schon hier und da die Sonne.

Auch an den Bäumen und auf Wiesen,
sieht man schon bunte Blüten sprießen.
Der Farbenvielfalt Konjunktur –
bin ich auf Osterhasens Spur.

Die Eier sind schon ausgeblasen
und warten nur noch auf den Hasen.
Der soll sie recht schön dekorieren,
die bunten Farben ausprobieren.

Der spitze Pinsel liegt bereit.
Ich hoffe nur, er hat auch Zeit.
Kommt er zu spät, Ihr könnt ´s erraten,
dann endet er als Hasenbraten.

© Leonore Enzmann 2007

***

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[ Editiert von Administrator OnlineRoman am 14.01.10 9:48 ]

#17 RE: Ostergedichte von Leonardos Mona Lisa 19.01.2010 20:08

Osterbrauch
© Kathrin Sehland

Ein alter Osterbrauch weissagt
den jungen Mägdelein,
geht sonntags früh, bevor es tagt
zum plätschernd Brünnelein.

Auf eurem Weg, so schweiget,
trinkt von der Quelle rein,
auf alle Zeit so werdet,
die Allerschönste sein.

Alsbald vergaßen sie den Schwur
und plauderten sich frei.
Sie pflegten Tratsch auf ihrer Tour,
der Zauber schien vorbei.

Und doch ein Wunder widerfuhr,
sie lachten so fröhlich im Geh’n,
schwatzten, quasselten und scherzten nur,
keine schöneren Mägde wurden je gesehen.

***

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#18 RE: Ostergedichte von Leonardos Mona Lisa 22.01.2010 15:22

Ostergeläut
© Kathrin Sehland

Ein glockenheller Klang
hallt von den Bergen wider
tönend, wie Gesang
bis in die Mulden hernieder.

Schallt übers wogende Grün
segelt auf gefiederten Schwingen
lässt die Knospen erblühen
und alte Weisen erklingen.

Bis alles aufersteht
klingt das Glöckchen weit
Wind der Versöhnung weht
verkündet Osterzeit.

#19 RE: Ostergedichte von Leonardos Mona Lisa 27.01.2010 09:53

Ungeduld (Kinderreim)
© Kathrin Sehland

Osterhase komm geschwind
in meinen kleinen Garten.
Eil dich, sause wie der Wind,
lass mich nicht länger warten.

Unterm großen Haselstrauch
verstecke mir ein Nest!
So ist es viele Jahre Brauch
zum frohen Osterfest.

***

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#20 RE: Ostergedichte von Leonardos Mona Lisa 02.03.2010 18:45

Brillant
© Kathrin Sehland

Ein Hahn am frühen Morgen,
der guckte ganz verdutzt,
denn seine Hennen hatten,
sich fein herausgeputzt.

Fürs Osterfest sie wollten,
bienenfleißig sein
und legten viele Eier
in einen Korb hinein.

Der Hahn ganz voller Neid
wollte dies ebenso,
doch wie er sich auch mühte,
nichts kam aus seinem Po.

Er fühlte sich zu gar nichts Nutz
und wollte traurig gehen.
Da hat ihn schier sein Spiegelbild
im Dorfteich angesehen.

Ein Gockel, stolz, mit rotem Kamm
im prächtigen Federgewand
und einer Stimme, „Kikeriki“,
die musikalischste im Land.

Verflogen schien sein Kümmernis,
ihm wurde plötzlich klar,
dass er das allerschönste Tier
auf dem Hofe war.

Den Hühnern rief er lauthals zu
Schaut mich doch bloß mal an!
Eier legen, kann jedes Huhn,
doch brillant ist nur ein Hahn.

***
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#21 RE: Ostergedichte von Patricia Koelle 30.03.2010 12:11

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Ostern in Berlin

Berlin wird sachte wieder laut und wach
um aus dem Grauen frisches Grün zu klauben
und bald vom lichten Frühling abzustauben
die Stadt sucht eifrig eignen Spuren nach

Des Winters tanzten wir in vollen Kellern
und haben unter Wolken Rauch gespuckt
mit Laune in dem Dunkel aufgemuckt
und schlemmten Frust von allzu vielen Tellern

Berlin, soeben noch ganz träg und bleiern
hat salzig-süßes Leben neu versteckt
wovon es gierig nascht, uns lockt und neckt
um trotzig bunt sich österlich zu feiern

es schüttelt mutig aus dem Backstein-Fell
das Mehr an selbst gemachtem Bodensatz
und unter manchem österlichen Schatz
wird es um seine Narben wieder hell

(c) Patricia Koelle

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[ Editiert von Administrator OnlineRoman am 11.03.13 8:38 ]

#22 RE: Ostergedichte von Patricia Koelle 30.03.2010 12:11

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Am Graben

Wo unter Eis das Wasser schlief
zeigt junges Schilf auf neue Zeit.
Die wilden Gänse gründeln tief
und lange schon zu zweit.
Wie flüchtig schwingen Weiden weit
von warmer Zukunft leicht geweckt
im hoffend ostergrünen Kleid
vom Flüsterwind entdeckt.
Gleich wissend unsichtbarem Schimmer
als war dein Sterben Frostes Scherz
so küsst du heimlich mich noch immer
in jedem frischen März.

© Patricia Koelle

*

Dieses Gedicht gibt es auch hier → Patricia Koelle: Am Graben

#23 RE: Ostergedichte von hei43 02.04.2010 12:58

Eierlüge

Im Grase liegt ein Enterich,
liegt auf Eiern den fürsorglich,
von weitem sieht es ein Hase,
der lang schon wartet im Grase,
sucht verzweifelt nach den Eiern
für die Osterhasenfeiern.

Der Enterich erkennt genau
des Hasen Absicht und ist schlau,
schnattert mächtig ihm entgegen,
der Hasenmann wird verlegen,
stellt senkrecht auf das Ohrenpaar,
kreischt laut in die Luft sogar,
will's Geschnatter nicht mehr hören,
ihn drum weiter nicht betören,
will auch nicht mehr weitersuchen,
flüchtet in den Wald mit Buchen.

Hatte es verstanden noch nie,
die Eierei vom Hasenvieh.

© Heidrun Gemähling

#24 RE: Ostergedichte von mande 30.03.2011 17:11

Ostern


Am Grabe

Und da sie ihn nicht fanden,
rief Eine: "Er ist auferstanden!"
Dies Wort, das einst erklang,
wurde Lobgesang!
´Aus der Erde Banden;
er ist auferstanden!´


Manfred Schöder


[ Editiert von mande am 30.03.11 17:18 ]

#25 RE: Ostergedichte von Fonsi 20.02.2012 11:52

Der falsche Osterhase

Der Osterhase ist ein Schelm,
ich sah ihn jüngst mit einem Helm,
als er geradeaus und stur
mit Eiern auf dem Moped fuhr.
Ich dachte schon: ‚Jetzt kommt er an!’
Doch es war nur der Eiermann!

Alfons Pillach


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[ Editiert von Administrator OnlineRoman am 11.03.13 8:31 ]

#26 RE: Ostergedichte von Andere Dimension 20.02.2012 18:58

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Seifenblasen

Ein Häschen, gern im Miniröckchen,
Das wünschte ich mir schon als Kind.
Goldig wars, nur trugs ein Glöckchen
Und hörte auf den Namen Lindt.

#27 RE: Ostergedichte von Zicke1 07.04.2012 20:23

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Konkurrenz belebt das Geschäft

Nun ist es wieder mal soweit,
der Hase macht den Popo breit
und legt mit seiner Pupserei,
so manches bunte Osterei.

Die Hennen gackern ganz verzückt,
der Rammler wär ihr größtes Glück,
mit seinem Schwänzchen wie ein Puschel,
ließen sie gern ihn an die Muschel.

Da kräht der aufgebrachte Gockel,
ihr werft mich nicht von meinem Sockel,
ich bin der Boss in diesem Stall,
ihr habt wohl alle einen Knall.

Der Hoppel schaut nur irritiert,
er hat ne Häsin anvisiert,
nur noch die Eier schnell verstecken,
dann will er diese Dame checken.

Und die Moral von der Geschicht,
der Rammler mag die Hennen nicht.

]

[ Editiert von Zicke1 am 08.04.12 9:28 ]

#28 RE: Ostergedichte von Leonardos Mona Lisa 04.03.2013 09:29

Osterspaß
© Kathrin Sehland

Nun ist es wieder mal so weit,
der Frühling naht und Osterzeit.
Es sprießt der Wiese frisches Grün,
die Blumen fangen an zu blühn.

Heimlich hoppelt Osterhase,
schnuppert mit der Schnuppernase,
durch den Garten, bis in Ecken,
will das Nest für Franz verstecken.

Der kommt mit dem Opa Klaus
auf das Wiesengrün hinaus.
Beim Buben ist die Spannung groß,
die Eierjagd geht sogleich los.

Opa nimmt in aller Stille
von der Nase seine Brille.
Gesucht hat er vor Jahren schon,
jetzt ist dran sein Enkelsohn.

Auf einer Bank genießt er Ruh
und schaut dem Franz beim Suchen zu.
Der forscht an Sträuchern, hinter Linden,
kann das Nest jedoch nicht finden.

Opa, Freund und bester Kumpan
nimmt sich nun der Sache an.
Will dem Buben assistieren
schnell das Osternest aufspüren.

Kaum erhebt er sich, von der Bank,
da sagt der Franz schon: „Vielen Dank!“
Doch Opas Lippen hauchen: „Ooh!“
denn da spürt er was, am Po!

Dort klebt ein dicker Eierbrei,
die Suche ist abrupt vorbei.
Zermatscht sind Ei und Schokolade,
heulend schreien, hört man den Knabe.

Das ruft die Oma auf den Plan,
nimmt tröstend den Kleinen in den Arm.
Nur Tadel bleibt für Opa Klaus:
„Die Hose wäschst du selber aus!“

Heimlich sah zu, der Osterhase,
lachend hüpft die Schnuppernase.
Welch Spaß doch so ein Osternest,
machen kann zum Osterfest.

***

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[ Editiert von Administrator OnlineRoman am 11.03.13 8:27 ]

#29 RE: Ostergedichte von baroque 04.03.2013 15:28

Osterbrauch

Es schließt der Osterhase,
mit der Henne einen Vertrag.
Sie muss ihm Eier legen,
wenigstens zehn am Tag.
Zum Glück gibt’s viele Hennen
und viele Hasen auch.
Drum ist das Eiersuchen
ein schöner Osterbrauch!

Manfred Schröder


[ Editiert von baroque am 04.03.13 19:47 ]

***

Dieses Gedicht gibt es auch auf dem Ostergedichte-Blog

[ Editiert von Administrator OnlineRoman am 13.03.13 8:20 ]

#30 RE: Ostergedichte von Andere Dimension 04.03.2013 16:08

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Bodenhaltung

Geht’s dem armen Schlucker gut,
Lebt er wohl am Zuckerhut.
In Rio läuft das Huhn viel freier,
Zu Ostern gibt es Bio Eier.

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