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#31 RE: Ostergedichte von Andere Dimension 04.03.2013 16:44

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Nach der Arbeit das Vergnügen

Kaum steht die Sonne überm Berge,
Sieht man Kinder Eier sammeln,
Das Langohr war schon früh am Werke
Und darf jetzt mit der Häsin rammeln.

#32 RE: Ostergedichte von Leonore 07.03.2013 18:24

Osterüberraschung

Martina Lukits-Wally

Das Osterfest ist nicht mehr weit,
und alle freu’n sich auf die Zeit,
auch auf ein bisschen Ruh und Frieden,
manche tun auch Pläne schmieden.

Das Eierfärben ist ein Spaß,
sie dann verstecken tief im Gras
und in den Blumen, bunt und schön.
Da kann man Kinder lachen sehn!

Klein-Michael vor einem Jahr
schon in die Schul’ gekommen war,
will seinen Lieben Freude machen,
besorgt sich drum gleich ein paar Sachen.

So schleicht er heimlich und ganz leis
schnell unentdeckt in Omas Speis
und stibitzt ihr fünf große Eier,
grad frisch gekauft zur Osterfeier.

Sie bunt bemalen ist sein Plan,
holt Stifte, Pinsel, Farben dann,
nun schließt er sich ins Zimmer ein, –
’ne Überraschung soll es sein!

Mit Feuereifer, Lust und Wonne
malt er gleich Häschen, Blumen, Sonne,
in allen Farben, bunt und hell,
schon sind sie fertig auf der Stell.

Der Ostertisch ist schön gedeckt,
der Osterhase hat versteckt
im Garten bunt bemalte Eier.
Die Leute gehn zur Kirchenfeier.

Klein-Michael voll Stolz und Freude
darf zeigen seine Eier heute,
er legt sie in des Tisches Mitte,
wie das bei ihnen ist so Sitte.

Sein Wunderwerk es wird bestaunt,
die Eltern sind so gut gelaunt, –
denn was ihr Söhnchen hier gemacht,
das ist ja wirklich eine Pracht!

Das war für ihn ein großer Spaß
zu spielen selbst den Osterhas’.
Doch seine Eier – schön bemalt –
er auch verspeisen wollte bald.

Er peckt die Schale schnell entzwei
und schaut verdutzt: Oje, o mei!
Zu essen er sie nicht vermocht,
sie waren gar nicht hart gekocht!

***

Dieses Gedicht gibt es auch auf dem → Ostergedichte-Blog

[ Editiert von Administrator OnlineRoman am 11.03.13 8:20 ]

#33 RE: Ostergedichte von Leonardos Mona Lisa 13.03.2013 13:28

Osterbitte (Kinderreim)
© Kathrin Sehland

Lieber guter Osterhase,
leih mir deine Schnuppernase,
damit ich zu Ostern dann
das Nest ganz schnell finden kann.

Wenn dies für dich nicht angenehm,
versteck es doch für mich bequem.
Legs einfach in die Schuh vorm Haus,
so macht das auch der Nikolaus.

***

Dieses Gedicht gibt es auch auf dem → Ostergedichte-Blog

[ Editiert von Administrator OnlineRoman am 15.03.13 9:22 ]

#34 RE: Ostergedichte von Andere Dimension 13.03.2013 14:06

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Ostermenue

Ein Mümmelmann aus Sachsen,
Mit einer Hasenscharte,
Im Wohlstand aufgewachsen,
Verprasste das Gesparte,
Die Lämmer und die Eier,
Den Braten mit der Schwarte,
Nun steht halt er zur Feier
Als Hauptgang auf der Karte.

#35 RE: Ostergedichte von Andere Dimension 13.03.2013 15:02

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Vertagt

Ostern, das ist irgendwann,
vielleicht in hundert Jahren,
denn ich hab den Mümmelmann
heut Morgen überfahren.

#36 RE: Ostergedichte von hei43 17.03.2013 17:37

Österlicher Schwindel

„Oval sind alle Eier,
das ruft stets die Frau Meyer,
„ob sie groß sind oder klein,
es wird weiterhin so sein
hier bei mir am Eierstand,
und das auch im ganzen Land,
auch zur Osterfeierei
legen Hühner nur das Ei,
nicht die Hasen für die Zeit,
waren nie dazu bereit!“.

Ein Pastor kommt rasch herbei,
hört der Worte laut Geschrei,
runzelt die Stirn in Falten,
will den Mund nicht mehr halten,
denn er weiß es ganz genau
so wie hier die Eierfrau,
dass Hasen legen keine Eier
für die österliche Feier.

Sein Gewissen grummelt sehr,
winkt darum die Leute her:
„Diese Frau die sagt es recht,
alles andere ist schlecht,
Lügen mag der HERR niemals,
auch schon mir schwillt dick der Hals,
wenn ich an die Reden denk'
und ans Osterei Geschenk,
heidnisch stets ist diese Feier,
ebenso die bunten Eier!“.

Einer ruft: „Glaubt ihm Leute,
auch sage ich euch heute,
denn als Pfarrer weiß ich auch,
es ist ein unchristlicher Brauch!“.

Die Marktfrau sehr frohlockte,
weiter Käufer anlockte,
mit dem wahren Eiergesang,
wie sie tat's schon jahrelang.

© Heidrun Gemähling

[ Editiert von hei43 am 26.03.13 12:06 ]

#37 RE: Ostergedichte von MALEREIN 28.03.2014 16:34

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Schnee - Hase

Ein Hase lief erstmals durch den Schnee.
Weil er diesen bisher nicht kannte
vor Freude immer schneller rannte.
Schon bald jammerte er und rief:
„Oh je, oh je!“
Warum tun nur meine Pfoten so weh?
Dabei war es heute eisig kalt
auch der Hase bemerkte dieses bald.
Er konnte seine Beine nicht mehr spüren
ach - die werde ich bestimmt erfrieren!
Jetzt weinte er, kehrte sofort um
ihm war All das hier zu dumm.
Wer hat sich das nur ausgedacht;
den vielen Schnee hierher gebracht?
Wen interessieren wohl schon meine Pfoten?
Dieser „Quatsch“ gehört verboten!

Helga Gebhardt

#38 RE: Ostergedichte von Andere Dimension 31.03.2014 10:52

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Der Hase ist tot

So schön war's, als wir Kinder lachten,
Doch ist damit für immer Schluss.
Der Papa ließ das Langohr schlachten -
Ostern bis zum ersten Schuss.

#39 RE: Ostergedichte von Ringelroth 15.04.2014 16:54

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Leben



Das Sterben hat nun bald ein Ende
Für immer tot kann nichts mehr sein
So wie der Frühling bringt die Wende
So wird in allem Leben sein

Nichts auf dieser Welt kann bleiben
Nicht das Leben, nicht der Tod
Ostern will dir tröstend zeigen
Auf die Nacht folgt Morgenrot

Glaub daran, dass alles fließet
kein Ding bleibt wie es ist
alles lebt und stirbt und lebet
Ostern ist, damit du's nie vergisst

#40 Angsthasen von OnlineRoman 17.08.2014 07:53

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Angsthasen


© Heidrun Gemähling

Ängstliche Hasen
nennt man Angsthasen,
wenn sie als Hase zu Ostern
den Osterhasen spielen sollen,
aber Angst davor haben,
keine Haseneier legen zu können,
und Forderungen der Menschen ihre Ängste
als Symbolhase noch zunehmend steigern,
nur damit Kinderchen vom sogenannten Osterhasen
in künstlichen Hasennestern buntbemalte Eier
zur hasenbeseelten Osterzeit entdecken dürfen,
so den Glauben an eierlegende Hasen sichtbar bestärken.

Daher lassen sie sich lieber als Angsthasen betiteln,
als Ostern unfähig und voller Angst Eier legen zu müssen,
die der Hasenart nicht entsprechen und für
ihre kleinen Hasenkinder kein Vorbild wären,
da diese keine Eier im Hasennest kennen.

*

In die passende Rubrik verschoben (RH)

*

#41 Re: Ostern Gedichte von hei43 18.02.2015 18:56

Ostern mit Karnickel

Ein Aufstand war im dunklen Wald,
Hasenpfoten hoch geballt,
sollten wieder Eier legen
wie die Hühner in Gehegen,
für die riesige Menschenschar,
ein alter Brauch in jedem Jahr.

„Heute soll es anders werden
mit den Lügen hier auf Erden“,
meuterte ein alter Hase
mit emporgestreckter Nase,
„hoppelt rasch in Richtung Ställe,
denn der Morgen wird schon helle“!

Zu den Hühnern sie bald kamen,
Hähne gleich in Schutz sie nahmen,
lässig winkte das Hasentier
und sprach sogleich: „Wir sind hier,
um besorgt mal zu erwähnen
allen Hühnern und auch Hähnen,
dass die Mär von Haseneiern
zu den österlichen Feiern
weltweit 'ne alte Lüge ist,
verabscheut wird vom echten Christ“!

Euphorisch gackerte ein Huhn:
„Soll'n es Karnickel doch mal tun,
so kommt was Neues in die Welt,
den Kindern es bestimmt gefällt“!

© Heidrun Gemähling

#42 RE: Re: Ostern Gedichte von baroque 19.02.2015 07:33

Ei,Ei, Ei.


Ei, Ei, Ei,
der Osterhase legt kein Ei.
Von den Hühnern stahl er sie
und der Hahn macht Kickericki.
Ei Ei Ei.

Ei, Ei, Ei,
uns ist´s einerlei.
Eiersuchen macht Kinder froh
und Erwachsene ebenso.
Ei, Ei, Ei.

Ei, Ei, Ei,
wenn Ostern ist vorbei,
dann gehen wir zum Kaufmann MEIer
bei dem da gibt es immer Eier.
Ei, Ei, Ei.

Ei, Ei Ei,
bis zum nächsten Osterei!

baroque-mande

#43 RE: Re: Ostern Gedichte von Max 20.02.2015 04:57

Nichts von all dem macht doch Sinn,
und Ostern ist noch lange hin,
unser Land wird immer bunter
drum holt euch einfach einen
neuen Flachbildfernseher
mit massig Power und viel Zoll,
der macht Spaß und ist ganz toll.

Lirum larum Löffelstiel,
manche Leute schreiben viel,
nein, das Thema hier sind nicht die Eier
von Frank-Walter, ähm dem Doktor Meier,
nein, da habt Ihr mich erwischt,
bin doch nur ein kleiner Wicht,
seht mich hier vor Neid erblassen,
kann ich doch nur Stuss ablassen,

im Gegensatz zu Literaten oder Poeten,
zähl' ich mich zu den Proleten.
Doch um jetzt vor allen Dingen,
zum Kern des Themas vorzudringen,
sind's die Hühner oder die Hasen?
Ich lass ich mir gerne einen
nein, fasst Euch an die eigenen Nasen.

Legen sie nun Eier oder nur Hasenkötel?
Ganz egal, bei uns gabs oft auch Knödel,
und gegen Hunger hilft bei mir kein Mittel,
außer gebrat'ne Hühnchen oder Karnickel.

#44 RE: Re: Ostern Gedichte von hei43 03.04.2020 11:57

Österlicher Hasenprotest

Es hoppelten viele Hasen
durch die menschenleere Stadt,
trugen Schilder in den Kiepen,
hatten Traditionen satt.

Auf den Schildern stand geschrieben:
„Eier legten wir noch nie,
und bemalen taten Menschen,
rein erdachte Fantasie!“.

Aus den Fenstern schauten Leute,
und die Kinder riefen laut:
„Das sind doch die Osterhasen,
an die nun keiner mehr glaubt!“.

Kirchen stets zu Ostern schmückten,
Eier hingen bunt am Strauch,
und die vielen Kinderleinchen
lebten gern den Heidenbrauch.

Nun aber ist alles anders,
„Corona“ krankte die Welt,
die Osterfeiern fielen aus,
kein Hasenei wurd‘ bestellt.

Ferne gackerten die Hühner,
legten Eier in ihr Nest,
so erkannten all die Kleinen,
ein Märchen war‘s Osterfest.

© Heidrun Gemähling

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