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#31 RE: Sommergedichte von hei43 20.08.2009 12:15

Blaubeerpflücker

Blauer Mund und junge Hände
zogen durch den Blaubeerhain,
pflückten Stunden und auch Tage
in Gemeinschaft – nie allein.

Händeblau und Mückenstiche
zeigten an des Pflückers Fleiß,
mancher summte Kinderlieder
oder Schlager – so ganz leis'.

Es verschwanden manche Beeren,
blaue Früchte frisch, gesund,
landeten voll heiß' Begehren
in dem Blaubeerkindermund.

© Heidrun Gemähling

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#32 RE: Sommergedichte von MALEREIN 30.03.2010 19:02

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Regenbogen

Ein buntes Farbenband am Himmel erstrahlt,
es wurde heute für mich gemalt.
Mit dem Regenbogen voller Helle und Licht
nun mein Schweigen bricht.
Sein Anblick löst in mir Gefühle
wie ich sie lange nicht gekannt
Diese Farbenpracht
mich glücklich macht.
Das Gefühl, wieder die schönen Dinge zu sehen
zu spüren mitten im Leben zu stehen,
beflügeln meine Gedanken, bin wieder frei!
Zu lange sehnte ich diese Zeit herbei.


Helga Gebhardt

#33 RE: Sommergedichte von andesa 06.05.2010 09:09

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[size=3]Auf Balkonien
© Angelina de Satura

Seitlich am Gelände
versperren die Sicht,
hohe grüne Wände
aus Baumkronen dicht,

voll mit Melodien
kleiner Untermieter,
fleißige Familien
nimmersatter Kinder.

Eine ihrer Speisen
summt plötzlich vorbei,
muss hin und her reisen,
schafft Nahrung herbei.

Auf der nassen Wiese,
Blumen wilder Pracht,
zittern durch die Brise
der Gewitternacht.

Grollend rauscht der Bach,
reißend durch den Park.
Gestern floss er schwach,
heute wuchtig stark.

In der Ferne, Läute,
Glocken unterm Dach,
Kirche ruft die Leute…
Unser Dorf ist wach.
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#34 RE: Sommergedichte von linni50 25.05.2010 10:48

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Sonnentag

Fenster auf und Sommerluft,
dazu ein frischer Kaffeeduft.
Sonnenstrahlen tanzen keck
Über frische Frühstücksweck.
Auf den Lippen frohe Weisen,
die entzückt die Sonne preisen.
Schöner Tag jetzt kannst du kommen,
hast so wunderbar begonnen!

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#35 RE: Sommergedichte von hei43 28.06.2010 08:58

Erdbeerzeit

Wenn der Blick
auf rote Köstlichkeiten
Begehrlichkeit verursacht
Gaumensäfte sich mehren
und Hinwendung erfolgt
dann haben Beeren
die Erde erobert
und Herzen
erfreut.

© Heidrun Gemähling

#36 RE: Sommergedichte von Silvia 3111 28.06.2010 21:27

Mir ist so gar nicht nach Weihnachten

Es ist so warm, auch unser Kater pennt,
glatt 30 Grad misst diese schwüle Mischung.
Und ich soll schreiben, dass das Lichtlein brennt.
Ich schwitze und verlange nach Erfrischung.
Doch der Verleger raunt: Advent Advent!

Es will mir nicht gelingen, denn unser Fixstern glüht.
Ja, ja, ich weiß, stöhn ich und stell mir vor, es schneit.
Tausch ich vom Scheinen hier das N etwas bemüht,
dann schneit es fast, zu mehr bin ich noch nicht bereit.
Und das Verlegerlein das weint.

Er braucht die Weihnachtsdinge für sein Buch
Und legt mir nahe, nun ans Werk zu gehen.
Ich stelle Glühwein aufs Frottierhandtuch
Das noch ganz nass vom letzten Schwimmengehen.
Der Editor sieht das nicht ein.

Jetzt lassen Sie die Kerzen brennen,
ruft der Verleger sauer wie ein Luchs,
dann will er mich auch anerkennen.
Ich mühe mich und schmücke einen Buchs.

Das wirkt ein wenig,
selbst unser Kater schaut gespannt
und fühlt sich beinah wie ein König
wie einer aus dem Morgenland.

#37 RE: Sommergedichte von hei43 30.06.2010 15:41

Sommerglühen

Die baldige Hitze nicht ahnend
begann die traummüde Nacht
das Grau des Morgens
die Stimmen der Frühe
taumelig zu erhaschen

tauchte vertrauensvoll
ins zeitliche Verschwinden
um die Wiederkehr
nicht besorgt

vernahm nicht mehr
das neue berauschende Licht
erglühender Strahlen
die des Alltags Schnelle
zu dämpften versuchten
das sommerliche Leben
dieses Tages veränderten.

© Heidrun Gemähling

#38 RE: Sommergedichte von linni50 22.07.2010 09:14

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Gewitterspiel


Frech haben dunkle Wolken die Sonne verjagt.
Beleidigt lauert sie, ihren Einsatz vertagt..

Grinsend Regengüsse wie Schnüre fallen,
Pfützen, tief und schlammig, im Boden krallen.

Donnergrollen, Blitze mischen sich ein.
Gröhlender Sturm poltert herein.

Nur kurz dauert der Übermut,
die Kräfte schwinden, verblasst die Glut.

Wolken entkräftet, schmollen davon,
und mutig blinzelt die Sonne schon.

Schnell verdampfen die Pfützen,
Sonne brennt, doch Mützen schützen!

#39 RE: Sommergedichte von hei43 17.08.2010 08:43

Sommerwechsel

Das Jahr vergeht,
es wird September,
Blüten erliegen ihrer Pracht,

Welke nagt bis zu den Gründen,
gilbes Blattwerk weilt gelassen,
kennt den Wechsel,
spürt die Zeit,
sinkt ergeben
in die Tiefe
modriger Spuren,
die duftvoll
das Schweigen durchziehen,
verborgen in Gespinsten
der weichenden Nacht.

Morgentau legt sich hernieder,
tröpfelt ins braunende
Vergehen.

© Heidrun Gemähling

#40 RE: Sommergedichte von hei43 23.08.2010 16:50

Roggenreife

Dort,
wo der Himmel
die Erde berührt
enden die Weiten
goldenen Segens,

entwehen Wolken
gelben Blütenstaubes
dem wogenden Meer
reifer Roggenähren,
deren lange Grannen
in Winden schaukeln,
sich vor dem Liebreiz
malerischer Blumen
galant verneigen,
ihrer Schönheit
bewundernd
erlegen sind.

© Heidrun Gemähling

#41 RE: Sommergedichte von Laser1X 03.11.2010 15:58

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Sommerglück

Sommersonne leuchtet hell
Wärmt mir alle Glieder
Wassertropfen glitzern grell
Prasseln auf mich nieder

So erfrischt im Sonnenglanz
Spür’ ich all mein Leben
Um mich, in mir, es erfüllt mich ganz
Bringt mich zum Erbeben

So beschenkt schau ich zurück
Zurück zu meinen Lieben
Und vollständig wird mein Glück
erfüllt und tief zufrieden

#42 RE: Sommergedichte von hei43 28.05.2011 19:06

Wolkenstimmung

Vom Sand der Dünen
wandern Blicke hinauf
zu weißen luftigen Gebilden
stimmungsvollen Bergen

deren Wandel
kindliche Fantasien auslösen
wolkige Gestalten
die behutsam und still
an blauer Bordüre
des Himmels
in die Ferne gleiten

entdecken wie
vom glitzernden
wellenden Meer
feine Nebel aufsteigen
und dunkle Dichte wieder
Brillanten zurück
in die Tiefe vergießt
mit schäumenden
Wasserkronen vereint.

© Heidrun Gemähling

[ Editiert von hei43 am 29.05.11 9:11 ]

#43 RE: Sommergedichte von hei43 22.08.2011 11:05

Sommerschwüle

Gewitterschwer lauern Stunden
erlahmen das Sein
mengen weilende Schwüle
in Schichten des Lebens

bis
drohende Fronten
unbändige Aufwinde entfachen
Landstriche erstürmen
blitzende Helle und Donnergrollen
ihr schauriges Können zeigen
des Himmels Schwere entleeren

Spannungen verblühen
und erdige feuchte Düfte
das Atmen
wieder erleichtern.

© Heidrun Gemähling

#44 RE: Sommergedichte von hei43 25.09.2011 18:20

Abend am Fluss

Abendröte ziert den Himmel,
trunken schon der Sonne Licht,
müde treibt der Fluss die Wellen
vorbei an wildem Uferwuchs,
wo die Entenpaare weilen,
Grillensänger laut ertönen,
Mücken ihre Reigen tanzen.

In der Ferne sinken Gluten,
spiegeln sich im Wasserlauf.

© Heidrun Gemähling

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[ Editiert von Administrator OnlineRoman am 14.06.13 7:55 ]

#45 RE: Sommergedichte von hei43 27.04.2012 15:42

Düstere Stimmung

Als der Morgen
zu grauen begann,
errötete das Morgenlicht,
erwachte aus dem Schlummer
einer warmen sommerlichen Nacht,
sah einen düsteren Tagesanbruch
mit verhangenen Wolken,
die fast leidend der Welt
zu zeigen schienen,
wie ein Zwielicht
am Tagesgrund
die Stimmung
trüben kann,
Schönes verhüllen.

© Heidrun Gemähling

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