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#76 RE: Sommergedichte von elfi-art 18.10.2015 11:08

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Froschkönig

Die Sonne spiegelt sich im Teich,
leise surrt eine Libelle.
Ein Lüftchen regt sich, weht ganz leicht,
im Wasser seh' ich eine Welle.
Doch nicht die Luft macht soviel Wind,
ich schau genauer nach,
ein grüner Frosch stösst sich geschwind,
vom Ufer weg, wo er wohl lag.
Nun sitzt er regungslos und guckt,
was ich wohl mach und wartet still.
Was denkt er denn, dass ich jetzt spuck?
Ich weiß nicht, was er will!
Mit Küssen hab' ich's nicht so sehr,
da kann er lange warten,
als Prinz passt er dann sowieso
nicht mehr so gut in meinen Garten!

Elfi Saupe 2015|addpics|1mi-2-5561.jpg|/addpics|

#77 RE: Sommergedichte von elfi-art 18.10.2015 11:09

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Gänsehaut
Ein Turm steht in den Dünen
und blinkt sein helles Licht.
Wir liegen eng umschlungen,
die Kälte stört uns nicht.
Es scheint das Licht auf uns hernieder.
Ich habe Gänsehaut.
Du küsst sanft meine Augenlider,
nun bin ich deine Seemannsbraut.

Elfi Saupe, 2009|addpics|1mi-1-a24e.jpg|/addpics|

#78 RE: Sommergedichte von elfi-art 18.10.2015 13:52

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Burgfrieden

Weiß und undurchdringlich,
steht eine Nebelwand.
So warte ich die Zeit vergeblich,
auf einen klaren Blick ins Land.
Doch hoch am Hang,
erschallt es blechern,
vom Turm der Burg ein heller Klang!
Durchs Sonnenlicht funkeln die Dächer
und leis erklingt ein Mönchsgesang.
Dann ziehen auch die Nebel fort,
und Frieden bleibt an diesem Ort.

Elfi Saupe 2015

#79 RE: Sommergedichte von elfi-art 18.10.2015 13:56

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Unzertrennlich

Zugewandt und interessiert,
so dass er ihre Nähe spürt,
hört er zu und lauscht genau,
auf die Worte seiner Frau.
Wie zwei Felsen stehn sie da,
so, als ob's schon ewig war.
Nicht für einen Augenblick,
weichen sie ein Stück zurück.
Zwischen Ihnen passt kein Stein -
das muss wahre Liebe sein.

Elfi Saupe, Monterosso 2011

#80 RE: Sommergedichte von hei43 07.06.2016 20:58

Rote Blütenpracht

Stolz stehen sie in der Sonne,
Mohnblüten in voller Pracht,
stets wiederkehrende Wunder
mit roter Robe bedacht.

Geschaffen von einem Meister,
göttlich vollkommen er's tut,
lässt Menschen in Farbe sehen,
ein sehr wertes hohes Gut.

So wird ein Garten zur Freude,
mannigfaltig und sehr bunt,
Gefühle rühren die Seele,
bis hin in die Abendstund.

© Heidrun Gemähling

#81 RE: Sommergedichte von hei43 21.06.2016 12:22

Sommer zieht ein

Mit nassen Schuhen wandert er,
der Sommer durchs weite Land,
sieht seine Spuren überall,
erahnt schon den Sonnenstand.

Streut aus Körben bunte Blüten,
lockt aus Wolken Licht hervor,
Sonnenhelle füllt den Himmel,
des Sommers Zeit steht bevor.

© Heidrun Gemähling

#82 RE: Sommergedichte von hei43 12.08.2016 12:26

Sommerlicher Wechsel

Noch grau des Himmels Gefilde,
regsam flieht die Sonne vom Schlaf,
der Alltag geht ganz gemächlich,
in der Ferne blökt laut ein Schaf.

Vom Regen feucht sind Blätter,
kleinste Perlen glänzen im Licht,
der Tag wird munter vom Winde,
das Graue der Wolken zerbricht.

So hält gern die Zeit den Sommer
in berauschender schöner Pracht,
Vogelstimmen musizieren,
mit Frohsinn das Leben bedacht.

© Heidrun Gemähling

#83 RE: Sommergedichte von hei43 25.08.2016 16:22

Augustsonne

Heiß brennt die Sonne nieder
auf die Menschenstöhnerei,
ersehnen sich die Kühle
ohne all die Schwitzerei.

Wolkenlos ist der Himmel
und strahlt über's ganze Land,
sehr sommerlich das Wetter,
so mancher liegt faul am Strand.

Lässt sich noch recht verwöhnen,
genießt die wärmende Zeit,
Erholung von dem Alltag,
für Mühen wieder bereit.

© Heidrun Gemähling

#84 RE: Sommergedichte von hei43 26.09.2016 08:19

Letzte Sommertage

Ein wenig traurig wirkt die Zeit,
so, als wären die Tage gezählt,
letzte wärmende Umarmungen vom
ewigen Licht des Himmels,

zauberhafte Momente,
als würden glänzende Blätter
Lichtzeichen geben,
dem Kommenden
zuzwinkern.

© Heidrun Gemähling

#85 RE: Sommergedichte von hei43 06.06.2017 13:30

Sommerkühle

Grau sind des Himmels Wolken,
Winde wehen stürmisch heran,
kein Sonnenstrahl wird sichtbar,
Das Atlantiktief fängt an.

Schräg fallen Regentropfen,
mehren sich, werden zu Eis,
es hagelt in den Alltag,
Menschen flüchten, jammern leis.

Wohin man sieht, es liegen
weiße Körner im Verbund,
es ist Juni und Sommer,
ein Tag in der Mittagsstund'.

© Heidrun Gemähling

#86 RE: Sommergedichte von Leonore 11.06.2017 17:51

Sommerbilder
© Martina Lukits-Wally

Sommersonne, Sonnenwonne,
Sommerträume, Sonnenbräune,
Sommerfreuden, Sonnenleiden,
Sommerdichter, Sonnenlichter,
Sommerfeuer, Sonnwendfeier.

Sommerflieder, Sonnenlieder,
Silberbrunnen, Sonnenblumen,
Segelschiffe, Südseeriffe,
Sommertage, Sandflohplage,
saure Säfte, Sonnenkräfte.

Sommerzeiten, Sinnesfreuden,
Sommerliebe, Sehnsuchtstriebe,
Sommersprossen, Sündenpossen,
selbstzufrieden, Seelenfrieden,
Swimmingpool so supercool!

Süffig süßer Sommerwein,
Sommer sollen sorglos sein,
selig, sinnlich, sonderbar,
selbstverständlich sonnenklar!

#87 RE: Sommergedichte von hei43 29.06.2017 09:25

Regenschnüre

Vom Himmel fallen senkrecht
Regenschnüre dicht gereiht,
ein Schauspiel für Minuten,
dann ist die Sonne bereit.

Durch Wolken lugt sie langsam,
man sieht schon strahlen das Licht,
mild ist die Luft des Sommers,
erwähnt vom Wetterbericht.

© Heidrun Gemähling

#88 RE: Sommergedichte von hei43 06.07.2017 12:03

Sommermorgen

In Hitze glänzt der Morgen,
ins Auge dringt helles Licht,
mild weht des Windes Eile,
wiegt Ähren, soweit die Sicht.

Im Korn stehn feine Blüten
mit blaugefiedertem Hut,
daneben rot behütet,
Blumenpracht in Sommerglut.

Auf Wassern funkelt Helle,
Heu duftet über das Land,
es wechseln Licht und Schatten,
die Zeit ist dafür bekannt.

© Heidrun Gemähling

#89 RE: Sommergedichte von hei43 26.08.2017 16:13

Lichtmomente

Silbern wandeln Sonnenstrahlen,
tauchen anmutig ins wellende Nass,
verfangen sich unter dunklen Wolken,
die weiterziehen,
bis leuchtende Helligkeit
diese Momente
zu etwas Besonderem macht,
den Tag des Sommers
mit Nuancen füllt.

© Heidrun Gemähling

#90 RE: Sommergedichte von hei43 13.09.2017 19:34

Sturmtag im September

Wie angeknipst erscheint die Sonne
durch ein Loch dunkler Wolken,
beleuchtet das grüne Blattwerk
des späten Sommers
unterseitig silbergrünhell
durch Böen stürmenden Windes,

es in eine Richtung drängt,
ihm Blätter raubt,

der Tageszeit eine
besondere Note verleiht.

© Heidrun Gemähling

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