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#151 RE: Herbstgedichte von hei43 31.10.2019 17:50

Herbstliche Almwiesen

Vom dichten Nebel umschlungen
steht in der Ferne ein Haus,
dahinter türmen sich Berge,
kein Gefunkel dringt heraus.

Langsam treibt die Morgensonne
graue Schwaden still hinfort,
schweben in des Tages Reigen,
immer klarer wird der Ort.

Auf den Wiesen glänzen Gräser,
leichter Raureif sie betört,
herbstlich kühl und feucht das Wetter,
Kuhgeläute man noch hört.

© Heidrun Gemähling

#152 RE: Herbstgedichte von Leonore 03.11.2019 16:04

Das welke Herbstblatt
© Martina Lukits-Wally

Ein welkes Herbstblatt schwebt im Wind zu Boden,
vergoldet von der Sonne sanftem Strahl,
und ruhevoller, wunderbarer Frieden
schwingt durch das Himmelsblau ins grüne Tal.

Du welkes Blatt, vor kurzem erst geboren,
scheinst noch so schön, so bunt, so voller Leben,
in Wahrheit aber längst vergilbt, verloren,
hat die Natur dir schon den Tod gegeben.

So währt nur kurz dies friedlich Glück der Stunde,
der blaue Himmel, die besonnte Pracht,
nur schöner Schein, denn trügerisch im Grunde
da lauert schon die ewig dunkle Nacht.

#153 RE: Herbstgedichte von hei43 19.11.2019 19:01

Herbstlicher Abendgang

Abendrot scheint durch die Bäume,
strahlt auf buntes Blätterkleid,
Stille dämpft das Alltagsleben
in die Dunkelheit der Zeit.

Hörbar leises Rascheln am Weg,
im Laub scharrt ein Vogelpaar,
müde sinkt die Sonne nieder,
kühler Wind streichelt das Haar.

Nebelschwaden gleiten leise
vom Rand zur Waldes Mitte,
und entspannt strebt eine Seele,
heimwärts mit festem Schritte.

© Heidrun Gemähling

#154 RE: Herbstgedichte von hei43 28.11.2019 17:44

Eichen im Spätherbst

Regenschauer
in stürmischer Begleitung
schrägen stolze Eichenkronen,

letzte trockene Blätter entfliehen
gewachsener stilvoller Fesseln,
treiben schwerfällig ins Reich
nasser modriger Gründe,
deren Wirken im
meisterlichen Wandel
Schichten vereint,
um Neues zu nähren.

© Heidrun Gemähling

#155 RE: Herbstgedichte von hei43 18.09.2020 20:30

Des Septembers Charme

Ins Wasser schaut der Sonnenschein,
es geht auf die Mittagsstund,
ebenso spiegeln sich Bäume,
so füllt sich des Flusses Grund.

Erste Blätter segeln luftig,
tanzen über den Wellen,
sinken in das fließende Nass,
hell glänzen manche Stellen.

Enten schnattern um die Wette,
es ist Septembers Ende,
Seerosen schaukeln am Ufer,
herbstliche Zeitenwende.

© Heidrun Gemähling

#156 RE: Herbstgedichte von hei43 19.09.2020 16:31

Heideblüte

Feinste Heide voller Schönheit,
Augen blicken ins Violett,
hoch am Himmel treiben Wolken,
fern sieht man ein Nebelbett.

Am Wacholder wachsen Früchte,
Sonnenhitze flimmert umher,
Bienen summen durch die Heide,
prachtvoll ist das Blütenmeer.

Schnucken grasen sehr bedächtig,
laben sich am Heidekraut,
Käfer krabbeln voller Eifer,
Idylle pur, die erbaut.

© Heidrun Gemähling

#157 RE: Herbstgedichte von hei43 28.09.2020 17:26

Es wird herbstlich

Es jubelt der Seele Wesen,
Augen schaun in Farbenpracht,
Grünes vom Sommer verschwindet,
verwandelt sich über Nacht.

Welten werden täglich bunter,
aus der Ferne treibt der Wind
Blätterscharen in die Lüfte,
die vom Stamm erlöst nun sind.

Herbst wird in die Zeit getrieben,
fein geschminkt ist sein Gesicht,
seine Kleider drehen Kreise,
strahlend ist das Sonnenlicht.

© Heidrun Gemähling

#158 RE: Herbstgedichte von hei43 24.11.2020 19:27

Herbstliche Stimmung

Trüb und grau
des Himmels Ferne,
vom Nebel feucht der Wiesengrund,
aus lichten Kronen krächzen
schwarze aufgeregte Vögel
in des Lebens Morgen.

Winde zausen und ergreifen
Reste brauner Blätterschar,
lösen sie aus ihrer Festung,
lassen sie tanzend schweben,
frei in herbstlichen Lüften
ihrer Endlichkeit entgegen.

Letzte Beeren hängen
trocken im welkenden Laub,
Abenddunst schleicht durch die Gassen,
diffuser wird der Lichter Schein.

© Heidrun Gemähling

#159 RE: Herbstgedichte von hei43 15.09.2021 12:36

Es naht der Herbst

Der Sommer endet – es naht der Herbst,
Feuchte durchdringt nun die Welt,
kühler wird die Ruhe der Nacht,
am Tage die Sonne hellt.

Spinnen weben ihre Netze
fleißig bis zum Morgen hin,
um zu fangen ihre Beute,
so sieht man den Herbstbeginn.

Langsam werden Blätter bunter,
leuchten aus dem Grün hervor,
Regen lässt sie glänzend werden,
die Natur kaum Charme verlor.

© Heidrun Gemähling

#160 RE: Herbstgedichte von hei43 18.09.2021 13:21

Herbstliche Wandelei

Nebel steigen auf vom Erdreich,
Winde tänzeln sie ganz sacht,
Hasen eilen über Felder,
in der Höh‘ der Mond noch wacht.

Morgengrauen weckt die Düfte
aus dem modrig nassen Grund,
zarte Spinnen weben eifrig,
Moos voll Glanz zu dieser Stund‘.

Die Natur fängt an zu sterben,
all das Blühen ist vorbei,
aber herbstlich werden Blätter,
Kunstvolles ist stets dabei.

© Heidrun Gemähling

#161 RE: Herbstgedichte von hei43 27.09.2021 17:00

Hoffen auf Neues

Wenn im Herbst die Blätter fallen,
farbenfroh und losgelöst
von der Bindung ihres Lebens,
haben sie
vom Wind getrieben
für Momente ihren Spaß,
bis Berührung mit der Erde
vergehend sie ins
Endliche legt.

Neues
treibt dann eines Tages
zur gewohnten Jahreszeit,
wandelt Sterben
ins Erwachen
aus dem Grund
des ewigen Werdens.

© Heidrun Gemähling

#162 RE: Herbstgedichte von hei43 30.09.2021 12:28

Dämmerzeit

Im Licht der Dämmerung
raschelt vergilbt die Natur,
lugt der Abendsonne entgegen,
die mit treuen Blicken
Wesentliches des Herbstes beäugt,

letzte Strahlen durch die Blätter
müder werdender Zeit schickt,
die Nacht willkommen heißt,
ihr selbstverständlich
Stunden des Wechsels
zur Dunkelheit überlässt,
im dämmernden Schein
den Tag beendet.

© Heidrun Gemähling

#163 RE: Herbstgedichte von hei43 12.10.2021 17:52

Farben herbstlicher Zeit

Über feuchte grüne Wiesengründe
schweben ruhig und gelassen
grauschattierte Nebelfelder,
durchdrungen von Strahlen der
aufgehenden glutroten Sonne,
deren farbige Prachtentfaltung
den hellenden Morgenhimmel schmückt,

schleierhafte Momente bis vor die
Hügellandschaft effektvoll platziert,
dem erwachenden Tag
eine besondere Note verleiht,

dem Herbst
bunte Wunder
der Veränderung entlockt
zum göttlichen Lobpreis.

© Heidrun Gemähling

#164 RE: Herbstgedichte von hei43 09.12.2021 16:25

Herbstlicher Ausklang

Unter farbig feuchten Blättern
lebt unermüdlich die Vergänglichkeit,
entfaltet ihr eigenes Leben
voller Wunder,
in der Gewissheit,
eine Grundlage für neues
Werden zu schaffen,
dem ewigen Kreislauf der Natur
gehorsam folgend.

Daher auch
dem nahenden Winter
bald in die Augen schaut,
der den Wechsel vollendet.

© Heidrun Gemähling

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