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#121 RE: Herbstgedichte von Hans Peter 13.10.2015 23:55

Novembergedicht

von . © Hans Peter Schulzke


Monat November ist jetzt.
Kommt jedes Jahr,
doch manche kommen mit ihm nicht klar

Man hört keine Vogelstimmen.
Außer ein paar Meisen,
aber die schwadronieren nur,
ohne zu singen.

Nebel ziehen übers Feld, klamme Feuchtigkeit
einem das Spazierengehen vergällt.

Lieber am warmen Ofen sitzen,
nichts tun nur einfach schwitzen ?

Nein,
dann kommt Trübsal auf,
und ich kriech in mich hinein.

So soll es doch nicht sein.

Den Schal um, die Mütze auf,
und ab zum Morgenlauf.

Es ist so still, viele Leute schlafen noch,
haben wohl gesoffen wie ein Loch.

Ja meine Birne die ist klar,
war im Meeting Abends bei AA.

So lauf ich dann mit meinem Hund,
denn frische Luft die ist gesund.

Der Hund der freut sich, und ich dann auch,
setzte an zum kurzem Dauerlauf.
Durch den Wald, so ganz allein,
das Leben kann so herrlich sein.

Früher, als ich noch gesoffen,
habe ich mich auch nur verkrochen.

Helles Licht wollt ich nicht sehen,
geschweige denn, in den Wald rein gehen.

Heute macht es wirklich Spaß, und ich genieße das.
Spinnennetze im Morgentau,
sehe ich jetzt,
denn ich bin nicht blau.

Blätter fallen wie der Schnee,
doch tut's der Seele gar nicht weh.

Weil ich weiß im Frühjahr dann,
kommen - Neue - an die Bäume dran.

Depressionen kann ich vermeiden,
will ich nicht laufen,
kann ich reiten.

Oder hier im Meeting schreiben.

Ich schreibe gerne ein Gedicht,
drum seh` ich den November,
mit einem anderen Gesicht.
.

#122 RE: Herbstgedichte von hei43 25.10.2015 12:25

Blätterflug

Leichte Winde
lösen das Gold des Herbstes,
lebhafte Spuren gemeinsamen Treibens
durch sonnig flirrenden Glanz,
ungeplantes heiteres Schweben
in eine bezaubernde Welt,
deren Anblick
die Veränderung der Zeit
anschaulich macht.

© Heidrun Gemähling

#123 RE: Herbstgedichte von hei43 04.11.2015 13:36

Zeitliche Veränderung

Fast kahl
ist die frühe Eiche,
sie stammt aus Kanada,
färbte vom Blattgold ins Braune,
Winde lösen sie einzeln sogar,
dann ungestüm in der Menge,
die planlos im Sonnenstrahl
zur letzten Ruhe eilen,
wo andere schon sind.

© Heidrun Gemähling

#124 RE: Herbstgedichte von hei43 24.11.2015 19:48

November

Dunkles Grau
bedeckt den Himmel,
sturmgepeitscht der Regen fällt,
schneidend kalt der Lüfte Drängen,
zeitlich düstere Lebensspur,
facettenreich sind Schnee und Graupel,
verweisen auf sein Wesen.

© Heidrun Gemähling

#125 RE: Herbstgedichte von hei43 22.08.2016 18:24

Kommender Herbst

Vom Nebel sanft gefangen
beginnt der kühle Tag,
farbig wird die Blätterwelt,
so wie die Zeit es mag.

Voller Freude bläst der Wind,
löst und wirbelt umher,
natürlich ist sein Treiben,
es krächzt ein Eichelhäher.

Sonnenstrahlen berühren
den aufsteigenden Dunst,
am Boden wird es klarer,
zeigt späte Jahreskunst.

© Heidrun Gemähling

#126 RE: Herbstgedichte von hei43 26.09.2016 08:16

Wartender Herbst

Noch sitzt der Herbst im Schaukelstuhl,
äugt auf des Sommers Spuren,
hält die Auen fest im Blick,
auch der Bäume Kronen,
sieht wie Vögel ziehen
und schönste Blüten welken.

Sanft wiegen ihn die Winde,
lassen ihm keine Ruh',
mischt darum schon nebenbei
mit Frohsinn seine Farben.

© Heidrun Gemähling

#127 RE: Herbstgedichte von hei43 30.09.2016 10:25

Morgenidylle

Herbstlich grau der Morgen,
Nebel schweben im Schein
der runden aufgehenden Schönheit,
dämpfen die Farben am rötlichen Horizont,
bis Schwaden sich galant
aus dem Blickfeld erheben,
in die Zeit verlieren.

© Heidrun Gemähling

#128 RE: Herbstgedichte von hei43 14.10.2016 09:34

Früher Nebel

Fast unsichtbar ist der Morgen,
Nebelschwaden ziehen dahin,
in der Ferne krächzen Krähen,
ein Zeichen für den Herbstbeginn.

Feuchte zieht durch alle Ritzen,
entlang den Wiesen treibt der Fluss,
Enten schnattern an den Ufern,
Stille im Nebel ein Genuss.

© Heidrun Gemähling

#129 RE: Herbstgedichte von hei43 15.11.2016 12:29

Herbstliche Trübe

Düster ist des Tages Streben,
grau in grau des Himmels Zelt,
Blätter hängen noch an Bäumen,
leichter Regen zur Erde fällt.

Durch das Laubwerk wehen Winde,
lösen leise Blatt für Blatt,
sinken schwebend ins Vergehen,
Zeitenwechsel findet statt.

© Heidrun Gemähling

#130 RE: Herbstgedichte von hei43 29.11.2016 19:51

Spätherbst

Bäume stehen kahl in Winden,
kein Wachsen drängt den stillen Saft,
ruht verborgen in den Tiefen
bis zum Steigen mit neuer Kraft.

Vom blendend hellen Sonnenlicht
lässt gern der Herbst sich umarmen,
Frost und Kälte nahen heran,
der Winter kennt kein Erbarmen.

© Heidrun Gemähling

#131 RE: Herbstgedichte von hei43 26.09.2017 11:41

Goldener Oktober

Ein Maler geht durchs ganze Land,
hat bunte Pinsel in der Hand,
rührt seine Farben wie er will,
tupft und tupft fleißig und still.

Wandelt die Zeit in seine Spur,
schmückt bunt die Welt auf herbstlich Tour
fasziniert mit goldener Pracht,
auf edlen Anblick stets bedacht.

© Heidrun Gemähling

#132 RE: Herbstgedichte von hei43 10.10.2017 09:36

Herbstliche Spielerei

Buntheit schönt den Waldesrand,
des Sommers Zeit ist vorbei,
Winde treiben hoch empor
die herbstliche Spielerei.

Wolken geben Strahlen frei,
hellen das Blätterwehen,
schwebend gleiten sie zum Grund,
wissen um ihr Vergehen.

© Heidrun Gemähling

#133 RE: Herbstgedichte von hei43 20.10.2017 12:20

Letzter Rosencharme

Eine Rose steht im Garten,
die letzte aus der Sommerzeit,
strahlt erhaben übers Dorren,
sieht bald kommen eigenes Leid.

Tropfen fallen aus den Wolken,
lösen Blätterschar von Bäumen,
segeln schwer in ihrer Nässe,
kurzes freiheitliches Träumen.

Rote Rose sieht‘s gelassen,
streckt dem Regen sich entgegen,
bis erhellen Sonnenstrahlen
ihren Glanz, des Charmes wegen.

© Heidrun Gemähling

#134 RE: Herbstgedichte von hei43 22.10.2017 20:38

Klänge des Regens

Gewisse Klänge
durchströmen das Blättermeer,
eine Melodie fallenden Regens,
natürliches Schauspiel
glanzvoller Tropfen,

für Sekunden an Flächen
der Buntheit hängen bleiben,
ihren Halt gleitend verlieren,
musikalisch weiter hinab in die Tiefe
sinken, dem Erdreich entgegen,
zur Rundung des Kreislaufes
vom wässrigen Element.

© Heidrun Gemähling

#135 RE: Herbstgedichte von hei43 28.10.2017 18:33

Pilzesammler

Pilze wachsen über Nacht,
auf Entfaltung sehr bedacht,
artgemäß, rasch ganz leise,
formvollendet und weise,

Gute sind sehr begehrlich,
für‘n Kenner nicht gefährlich,
legt ins Körbchen sie geschwind,
schaut herum wo andre sind,

denkt schon an den Leckerschmaus
in der Pfanne dann zuhaus,
Sinne schmachten nach der Speis‘,
selbstgesucht und ohne Preis.

© Heidrun Gemähling

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