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#46 RE: Wintergedichte von hei43 16.03.2013 17:53

Winterliche Hallig

Verlassen scheint die Hallig
im winterlichen Meer,
verwegen jaulen Stürme,
Wellen brechen mit Getöse
gegen eisige Platten,
erstürmen die Lüfte,
lärmen dem Licht
der einsamen Höhe entgegen,

drinnen leben Menschen
auf besondere Weise.

© Heidrun Gemähling

#47 RE: Wintergedichte von Leonore 28.10.2013 19:55

Am Waldbach
Martina Lukits-Wally

Meterhoch türmt sich der Schnee hier im Wald,
fröhlich es fließt, dieses Bächlein so kalt.
Glasklar und glitzernd im sonnigen Licht,
glucksend und sprudelnd vom Frühling es spricht.

Einsam die Spur, die entlang führt am Rand.
Still bleib ich stehn, von der Schönheit gebannt,
lausche dem lieblichen Lied, das es singt,
Frieden und Freude es heute mir bringt.

#48 RE: Wintergedichte von Leonore 28.10.2013 19:58

Vom Wind verweht
Martina Lukits-Wally

Winter ist ins Land gezogen,
Schnee knirscht unter deinen Sohlen,
Spuren auf verschneitem Weg –
hat morgen schon der Wind verweht.

Winter ist in deinem Herzen,
dir wird es bewusst mit Schmerzen.
Kraft und Glück auf deinem Weg –
hat gestern schon der Wind verweht.

Langsam bist du alt geworden,
ängstlich wartest du auf morgen.
Leider ist es schon so spät –
Träume hat der Wind verweht.

Deine Tür ist zugefallen,
deine Schritte leis verhallen,
denn der Wind hat sich gedreht –
hat dein Leben schnell verweht.

*

Wintergedichte-Blog

#49 RE: Wintergedichte von Leonore 17.11.2013 20:03

Schneezauber
Martina Lukits-Wally

Schneeflocken fallen,
Schneesterne strahlen,
Schneedecke knirscht.

Schneeblumen blühen,
Schneeschuhe stapfen,
Schneelandschaft lockt.

Schneemänner lachen,
Schneebälle fliegen,
Schneeburg vereist.

Schneehasen hoppeln,
Schneefelder glänzen,
schneehelle Nacht.

Schneestürme toben,
Schneepflüge rattern,
schneeglatter Pfad.

Schneekristallglitzer,
Schneemärchenzauber,
Schneewunderweiß.

*

Wintergedichte-Blog

#50 RE: Wintergedichte von hei43 09.01.2014 12:54

Werke des Winters

Gefrorener Nebel
liegt über dem Land,
weißfeine Juwelen schmücken den Tag,
göttliche Wunderwerke des Winters,
dessen kalte Sonnenstrahlen
unter blauem Himmel eine
Märchenwelt zaubern,
Sinne betören.

© Heidrun Gemähling

#51 RE: Wintergedichte von Leonore 11.03.2014 17:44

Winternacht
Martina Lukits-Wally

Kälte ließ klirren zerbrochene Scheiben,
Eisblumen blühten so schön wie gemalt.
Schneestürme ließen die Schneeflocken treiben,
düster und dunkel erhob sich der Wald.

Alt und allein saß der Mann in der Hütte,
schimmernd schlohweiß seine Haare wie Schnee.
Augen tiefblau, voll Wärme und Güte,
starrten hinaus auf den eisigen See.

Frierend hielt er seinen Mantel zusammen,
kalt war der Ofen, verloschen die Glut,
hart war das Brot in den Händen, den klammen,
still war sein Herz, und erstarrt war sein Blut.

Blühende Blumen aus Eis - letzte Grüße,
Botschaft des Todes, so stark seine Macht.
Zauber des Winters in schmerzlicher Süße,
ewig sein Schlummer und lang diese Nacht.

#52 RE: Wintergedichte von hei43 16.07.2014 09:14

Amselruhe

Auf kahlen Ästen,
von frostigen weißen Wundern
formvollendet und schön eingehüllt,
ruhen schwarze Amseln,
schauen aufgeplustert in die Zeit,
warten und warten,
auf was,
das wissen nur sie.

© Heidrun Gemähling

#53 RE: Wintergedichte von Leonore 03.09.2014 11:38

Klirrende Kälte


© Martina Lukits-Wally

Klirrende Kälte,
krächzende Krähen,
Krönchenkristalle.
Knisternde Klötze,
Kachelkamine,
kuschelnde Kätzchen,
Kerzenscheinkino.

Kraftvolle Körper,
Kalbfleisch, Kraut, Knödel,
knusprige Kekse,
köstliche Kuchen,
kichernde Kinder.

Klassische Künste,
kunstvolle Kleider,
klangvolle Kehlen,
kostbare Klunker,
Kaiserkulisse.

***
Klirrende Kälte,
kohlschwarze Kreuze,
Killerkommando.
Knisternde Kerzen,
kalte Kamine,
kämpfende Krieger,
Krisengebiete.

Kraftlose Körper,
karge Kartoffeln,
klebrige Kekse,
keinerlei Kuchen,
kränkliche Kinder.

Keine Konzerte,
kurze Klamotten,
knirschende Knochen,
kostbare Krücken,
Kriegskatastrophe.

#54 RE: Wenn Winter Dich in Decken hüllt von hei43 16.12.2014 13:25

Christkindlmarkt

In der Höhe weilt ein Wesen,
hold gelockt mit blondem Haar,
goldne Flügel stehn erhaben,
Segen empfängt die Menschenschar.

Drunter jubelt laut die Menge
im heilig' Traditionenschein,
Buden glitzern, Düfte ziehen,
alles soll fein und christlich sein.

Lametta hängt im Lichterglanz,
von oben tönt ein Engelschor,
roter Wein erglüht die Wangen,
Gedränge wie das Jahr zuvor.

Krippen, Kugeln und Girlanden,
Kunstfiguren aus Holz und Stein,
Glocken läuten her vom Dome,
alles fürs Kind, dem Jesulein.

Doch der Junge ist erwachsen,
sieht vom Himmel auf's ganze Land,
lässt sie aber fröhlich feiern,
bis er streckt – die göttlich' Hand.

Heidentum schmückt hell die Märkte,
erfreuen Menschen in der Zeit,
aber mancher schaut dahinter,
denkt lieber an des SOHNES Leid.

© Heidrun Gemähling

#55 Februarsonne von hei43 04.02.2015 11:47

Februarsonne

Kahl sind noch die Äste,
sonnig erstrahlt die Zeit,
Stoppel stehn auf Felder,
Gänseschar oben schreit.

Fliegen Richtung Westen,
drum bleibt es weiter kalt,
frostig weiß die Erde,
es wird gesägt im Wald.

Heilend wirkt die Helle,
gelassen wird das Herz,
immer ist noch Winter,
nach Februar folgt der März.

© Heidrun Gemähling

#56 Weisse Flocken, wie Blüten. von baroque 20.11.2015 17:27

Weisse Flocken, wie Blüten

Die ersten Schneeflocken
schmücken den Kirschbaum.
Und mir ist,
als blühe schon der Frühling
in den Zweigen.

baroque - mande

#57 Erster Schnee von hei43 25.11.2015 20:05

Erster Schnee

Aus hohen Wolken fallen,
schweben Kristalle sacht,
tanzen im Winterwinde
ihre Schneeflockenpracht.

Verweilen in den Lüften
in ihrem Himmelsraum,
kommen sich immer näher,
merken die Enge kaum.

Weiße Flocken finden Halt
auf dem irdischen Grund,
in das verwelkte Leben
zu später Abendstund'.

© Heidrun Gemähling

#58 Februarwetter von hei43 14.02.2016 18:04

Februarwetter

Kurze Zeit
tänzeln dicke Flocken
durch die frühe Nacht,
umschwärmt vom Licht der Straßenlaterne,

Naturell des Himmels,
das im nächtlichen Dunkel seinen Charme
ins Grau des Morgens versprüht,
erhellende Strahlen Schnee und Regen
in augenscheinlicher Weise vereint,
bis regenreiche trübe Stunden
den Tag verschleiern,
für längere Zeit.

© Heidrun Gemähling

#59 Februar von baroque 15.02.2016 09:51

Februar


Nicht Winter ganz,
auch noch kein Frühlingswehn,
doch Narrentanz
ist hier und dort zu sehn.

Weiss auch nicht immer,
was er will
und ist so launisch,
wie der April.

Invictus
wurd er einst genannt.
Als Hornung
ist er noch bekannt.

Zwölf Begleiter
hat das Jahr.
Der Kleinste ist
der Februar.

baroque - mande

#60 Winterpause von Hans Peter 15.02.2016 11:49

. . Winterpause . .

von . © . Hans Peter Schulzke . . 03.01.2010

Drei Tage ist das Jahr nun alt, es liegt Schnee,
und Minus 5 Grad ist es kalt.

Schneeschippen als Früh – und Abendsport,
ach wäre ich doch an einem anderen Ort.

Da wo jetzt die Sonne lacht,
und um mich rum nur Blütenpracht.

Den alten Knochen würde gut es tun,
nicht Schneeschippen, sondern
im Liegestuhl sich aus zuruh´n.

So ist der Mensch, so bin auch ich,
was man nicht hat, möchte jeder haben.

Doch schau dir die Tagesschau nur an,
Waldbrände, und im anderem Teil,
Land unter siehst du dann.

Durch Wassermassen Erdrutsch gar,
ein Hotel ist nicht mehr da.

Nein ihr lieben Leute, war nur so ein Gedanke heute.
Ich bleibe wo ich bin, denn da gehöre ich doch hin.

Im Ruhrgebiet da ist es schön,
kann so viele Aktivitäten seh´n.

Da ist das Schneeschippen eine Kleinigkeit,
und die Straßen sind hier geräumt,
Schneeketten brauch ich nur, wenn ich ganz weit.

Doch bleibe ich lieber in der warmen Stube zu Hause,
sitze am PC schreib ein Gedicht,
und mache dort - Winterpause. -

.

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