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#16 RE: Na und III von Andere Dimension 24.10.2014 19:48

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Das war wohl so von dir nicht beabsichtigt, aber dem Schwulen den Pädophilen gegenüber zu stellen, das ist m.E. doch sehr daneben!

Damit suggerierst Du, dass es sich in beiden Fällen um Krankheiten handelt - womit wir im Mittelalter angekommen wären.

#17 RE: Na und III von Andere Dimension 24.10.2014 19:52

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Zitat
Ich lästere heute nicht mehr, weil ich froh bin, selber nicht schwul zu sein.



Was hat das mit froh sein zu tun? Ich bin froh kein Ebola zu haben?

#18 RE: Na und III von SchwabeinÖsterreich 24.10.2014 21:40

Zitat von Andere Dimension im Beitrag #16
Das war wohl so von dir nicht beabsichtigt, aber dem Schwulen den Pädophilen gegenüber zu stellen, das ist m.E. doch sehr daneben!

Damit suggerierst Du, dass es sich in beiden Fällen um Krankheiten handelt - womit wir im Mittelalter angekommen wären.


Mit dieser Antwort suggerierst Du, dass es sich nur bei einer der genannten Neigungen um eine Krankheit handelt, und bei einer anderen nicht. Wenn du wirklich so wenig Ahnung hast, wundert es mich auch nicht mehr, dass du die Ersttat (das erstmalige Überwinden der Hemmschwelle) für so unwichtig hältst.

Fakt ist: Weder Pädophilie noch Homosexualität sind Krankheiten, sondern beides sind Sexualpräferenzen. Diese einander gegenüberzustellen ist absolut nicht daneben. Tatsächlich haben beide Neigungen sehr viel gemeinsam! Beide Fälle sind nicht therapierbar, auch wenn manche, die damit ihr Geld verdienen, gegenteiliges behaupten. Beide Neigungen haben an sich nicht das Ziel jemandem zu schaden (im Gegensatz zum Sadismus). Aus diesem Grund werden auch nur weniger als 10% aller Pädophilen jemals einschlägig straffällig. Andererseits sind Pädophile - wie es in der Geschichte ja bereits angeklungen ist - auch nur für 10% aller entsprechen Straftaten verantwortlich. Die Pädophilenhetze, die in den deutschen Medien in letzter Zeit zu vernehmen war, ist also weit mehr daneben, als der Vergleich zweier an sich harmloser sexueller Neigungen.

So, und nun könnt ihr mich steinigen, weil ich geschrieben habe Pädophilie sei in seinem Wesen harmlos. Denn das ist wohl eine Tatsache, die die deutsche Bildzeitungsleser-und-RTL-seherseele nicht verkraftet.

#19 RE: Na und III von Andere Dimension 24.10.2014 22:12

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Ich bleibe dabei; der Vergleich hinkt - und zwar gewaltig! Solchen Themen sollte man sich nicht ausschließlich mit Hilfe des Dudens nähern, sondern auch mit sozialer Kompetenz und einem gesunden Menschenverstand. Du solltest dich mit den Begriffen vertraut machen ... mit denen du dich zu schmücken versuchst. Auch der Heterosexuelle hat eine Präferenz, er neigt zum anderen Geschlecht. Argus hätte also ebenso den Heterosexuellen dem Pädophilen gegenüber stellen können - hat er aber nicht, und das wohl aus gutem Grund. Und ich habe in keinem Satz gesagt, dass die Ersttat keine Rolle spielt, lediglich, dass sie (in diesem konkreten Fall) eine untergeordnete Rolle spielt. Wenn Du zitierst, dann bitte richtig. Wir reden hier nicht von einem Pädophilen der diese Neigung hat, sondern von einem der sie strafrechtlich relevant auslebt - das ist ein gewaltiger Unterschied.

Zitat
Fakt ist: Weder Pädophilie noch Homosexualität sind Krankheiten, sondern beides sind Sexualpräferenzen.



Das ist kein Fakt, sondern schlichtweg falsch, denn die Pädophilie ist auch eine Sexualpräferenz - und nicht ausschließlich eine. Die Ungenauigkeit die Du bei deiner Geschichte zeigst, offenbart sich leider auch in deinen Off-Topic Gesprächen. Es macht keinen Sinn, sich mit Halbwissen einzubringen...

Zitat
So, und nun könnt ihr mich steinigen, weil ich geschrieben habe Pädophilie sei in seinem Wesen harmlos. Denn das ist wohl eine Tatsache, die die deutsche Bildzeitungsleser-und-RTL-seherseele nicht verkraftet



...was sich mit diesem Statement peinlichst bewahrheitet.

#20 RE: Na und III von Andere Dimension 24.10.2014 23:09

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...übrigens; deine beiden Geschichten, "Charlie" /"Die verlorene Tochter", lese ich inzwischen mit ganz anderen Augen.........

#21 RE: Na und III von Argus 24.10.2014 23:11

Mittelalter, hm, und watt sagen die modernen Hirnforscher? Det steckt allet schon drinne inne Gehirnwindungen. Es gibt Kinder, die reißen dir locker deinen Wellensittich, nennen wir ihn Max, auseinander, ohne mit der Wimper zu zucken. Andere Kinder zeigen sich besonders barmherzig, und es verwundert nicht, dass sie später Pfarrer werden.
Wennet denn so iss und null therapierbar, weil ja eigentlich ooch keene Krankheit, joor nun. Abba voll funktionsfähige Eier gehen wohl mit einher. Vielleicht könnte man da ansetzen und sie entfernen bzw. die Sexualhormonendingers.
Die Neurobiologen sprechen ja auch dem Menschen einen freien Willen ab. So könne er für sein Handeln eigentlich nicht verantwortlich gemacht werden, abba wer denn sonst. Also bleibt alles beim Alten. Und icke bleibe weiter ganze locker.

Argus

#22 RE: Na und III von SchwabeinÖsterreich 24.10.2014 23:45

Zitat von Andere Dimension im Beitrag #19
Ich bleibe dabei; der Vergleich hinkt - und zwar gewaltig! Solchen Themen sollte man sich nicht ausschließlich mit Hilfe des Dudens nähern, sondern auch mit sozialer Kompetenz und einem gesunden Menschenverstand.


Gern. Fangen wir gleich damit an.

Zitat von Andere Dimension im Beitrag #19
Auch der Heterosexuelle hat eine Präferenz, er neigt zum anderen Geschlecht. Argus hätte also ebenso den Heterosexuellen dem Pädophilen gegenüber stellen können


Richtig!

Zitat von Andere Dimension im Beitrag #19
- hat er aber nicht, und das wohl aus gutem Grund.


Der Grund dürfte der gewesen sein, dass Heterosexualität im Gegensatz zur Homosexualität und zur Pädophilie noch nie gesellschaftlich geächtet war.

Zitat von Andere Dimension im Beitrag #19
Wir reden hier nicht von einem Pädophilen der diese Neigung hat, sondern von einem der sie strafrechtlich relevant auslebt - das ist ein gewaltiger Unterschied.


Nein, wir reden hier überhaupt nicht von einem Pädophilen, sondern wir reden hier von einem Ersatzobjekttäter! Das ist ein noch viel gewaltigerer Unterschied, und das ist der Unterschied, auf den ich (unter anderem) hinaus wollte.

Zitat von Andere Dimension im Beitrag #19

Zitat
Fakt ist: Weder Pädophilie noch Homosexualität sind Krankheiten, sondern beides sind Sexualpräferenzen.


Das ist kein Fakt, sondern schlichtweg falsch, denn die Pädophilie ist auch eine Sexualpräferenz - und nicht ausschließlich eine.



Was, außer einer Sexualpräferenz, ist Pädophilie deiner Meinung nach denn noch? Eine Krankheit? Wenn das deine Meinung ist, dann zeigst du damit, dass du es bist, der mit Halbwissen glänzt, den jenseits der Bildzeitung ist es schon lange bekannt, dass Pädophile eben KEINE Krankheit ist. Recherchier mal ein bisschen, dann wirst du da recht schnell drauf kommen. Eine Abweichung von der Norm? Das wäre Homosexualität auch (im Gegensatz zur Heterosexualität, die praktisch weltweit quer durch alle Kulturen und Gesellschaften noch immer den Standard darstellt).

Zitat von Andere Dimension im Beitrag #19
Es macht keinen Sinn, sich mit Halbwissen einzubringen...


Dann lass es besser! (Sorry, ich weiß, dass du das anders gemeint hattest, aber diese Vorlage war einfach unwiderstehlich)

Zitat von Andere Dimension im Beitrag #20
...übrigens; deine beiden Geschichten, "Charlie" /"Die verlorene Tochter", lese ich inzwischen mit ganz anderen Augen.........


Aha. Jetzt kommt die Analyse des Diplompsychologen Dr. Andere Dimension. Ich bin ja sehr gespannt, was du nun in diese Geschichten hineinzuinterpretieren versuchst.

Zitat von Argus im Beitrag #21
Also bleibt alles beim Alten. Und icke bleibe weiter ganze locker.


Das finde ich absolut o.k. (@ Andere Dimension, ich glaube unser kleiner Disput langweilt ihn)

#23 RE: Na und III von Andere Dimension 25.10.2014 08:13

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Guten Morgen!

Dass Du hier zwei eigene "Kindergeschichten" einstellst, danach monatelang schweigst und dich dann erst wieder zu einer solchen meldest, sie mit einer einschlägigen Variante versuchst "aufzupeppen", das hat zumindest einen faden Beigeschmack.

Zitat
Nein, wir reden hier überhaupt nicht von einem Pädophilen, sondern wir reden hier von einem Ersatzobjekttäter! Das ist ein noch viel gewaltigerer Unterschied, und das ist der Unterschied, auf den ich (unter anderem) hinaus wollte.



Nein, wir reden hier von einem Verbrechen! Für das Kind macht es überhaupt keinen Unterschied, wie die sogenannten Experten den Täter aus wissenschaftlich medizinischer Sicht betiteln. Ob es sich hier um einen Pädophilen oder um einen Ersatzobjekttäter handelt, mag für das Strafmaß von Bedeutung sein, oder auch dafür .... wie man mit dem Täter künftig umgeht - für solche Täter und ihre Anwälte scheint es typisch zu sein, dass sie versuchen die Opferrolle für sich zu beanspruchen. Hier gibt es nur ein Opfer, und das ist das Kind.

Um bei der Geschichte zu bleiben; es ist völlig unklar, ob es sich hier um einen Ersatzobjekttäter (saudummes Wort) handelt, dies ist nur die erste Einschätzung einer Psychologin...und das nach gerade mal zwei Sätzen des Täters - also völlig absurd und realitätsfremd. Kein Arzt, kein Psychologe, kein Therapeut, würde zu diesem Zeitpunkt eine Diagnose stellen - und wenn, sie gewiss nicht dem Täter unmittelbar offenbaren.

Zitat
Die Psychologin sitzt nur schweigend daneben und macht sich gelegentlich Notizen. Mit dem Satz: „Herrgott, ich will doch gar nicht pädophil sein!“, beendet er schließlich seinen Monolog und verfällt wieder in einen Weinkrampf.
„In einem Punkt kann ich sie beruhigen“, sagt die Gutachterin dann. „Pädophil sind sie nicht. Sie sind geradezu das Paradebeispiel dessen, was wir in Fachkreisen als Ersatzobjekttäter bezeichnen.



Hier drängt sich der Verdacht auf, dass für den Autor die Entschuldung im Vordergrund steht und es kein Zufall ist, dass er für seine Version die Perspektive des Täters wählt und dabei alle rhetorischen Mittel nutzt um das Geschehen zu verharmlosen.

Zitat
Was, außer einer Sexualpräferenz, ist Pädophilie deiner Meinung nach denn noch? Eine Krankheit?


...was dieser empörte Aufschrei eindrücklich untermalt.

Kein Mensch wird für seine Präferenz verurteilt, aber hier geht es nicht um Präferenzen...

Hier kann es nur eine Antwort geben: 0,0 % Toleranz dem Täter gegenüber und 100% Schutz und Aufmerksamkeit dem Opfer.

#24 RE: Na und III von Andere Dimension 25.10.2014 10:02

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Zitate aus deiner Geschichte Charlie

Zitat
In dem Moment kam Christina. Und sie sah wirklich atemberaubend aus. Ich glaube für einen kurzen Moment habe ich sie mit offenem Mund angestarrt. Sie trug ein dunkelblaues, nabelfreies Top mit weißen Punkten, dessen Träger im Nacken zusammengebunden waren. Dazu einen weißen, schwingenden Minirock und weiße, flache Ballerinas mit einer runden Spitze. Hammermäßig!



Zitat
‚Himmel, was sage ich denn nur? Sieht sie denn nicht, in was für eine Situation sie mich da bringt? Ja verdammt, du gefällst mir zum niederknutschen gut!



Zitat
Am nächsten Tag war sie wieder perfekt angezogen, mit einem noch knapperen Top, einem Jeansrock, schwarzen Feinstrumpfhosen und schwarzen Ballerinas. Aber sie sprach nicht mit mir. Sie schaute mich nicht einmal an. Ich hatte sogar den Eindruck, als hätte sie absichtlich weggeschaut.


Zitat

Nur für dich! Wahrscheinlich hat sie in der Frühe zwei Stunden vor dem Spiegel zugebracht, zig verschiedene Outfits ausprobiert, bis sie dann das gefunden hat, wovon sie dachte, dass es Dir am besten gefallen würde



Zitat
Sie hat den ältesten Trick aller Frauen angewendet. Sie hat sich an Gery rangeschmissen, um Dich eifersüchtig zu machen.


Zitat

Diese Nacht hatte ich sehr unruhig geschlafen. Ich war total gespannt, wie Christina diesmal aussehen würde



Zitat
Sie trägt heute ein gelbes Sommerkleid mit einem weißen Blütenmuster. Darüber eine dünne graue Strickjacke. Und sie trägt weiße Sandalen mit einem kleinen – vielleicht drei Zentimeter hohen – Absatz. Wundervoll! Einfach wundervoll



Zitat
Christina spielt schon lange nicht mehr mit Puppen.



Zitat
dass Christina gerade in den letzten Tagen wirklich Klasse aussah, in dem was sie da anhatte.“



Zitat
Eine orangene Gerbera? Glaubst Du damit kann man Frauen beeindrucken?“



Zitat
Du kannst mit deinem Mädel machen was Du willst



Zitat
Jetzt trug sie ein hellblaues Cocktailkleid aus Seide oder so einem ähnlichen schimmernden Stoff. Es war trägerlos, hatte aber einen kleinen Gürtel aus glänzenden Steinchen. Echte Diamanten werden es nicht gewesen sein, aber die Steinchen sahen so ähnlich aus. Der Rockteil des Kleides war kurz und weit ausgestellt. An den Füßen trug sie die gleichen weißen Sandalen mit Absatz, wie schon am Vormittag. Um es kurz zu machen: Sie war noch viel schöner, als ich sie je zuvor gesehen hatte. Sie hatte sich sogar ein wenig geschminkt, mit Lippenstift, Lidschatten und Wimperntusche.



Zitat
Alix war auch nicht übel. In den Hort würde ich gern gehen, wo die arbeitet. Sie hatte lange braune Haare und ein sehr sympathisches Gesicht. Ihr Lippenstift passte farblich ebenso zu ihrem knallroten Kleid wie ihre Ballerinas, die das untere Ende ihrer endlos langen Beine bildeten. Ich konnte Andy gut verstehen, dass er sich für sie interessierte. Wäre ich an seiner Stelle gewesen, ich hätte mich auch für sie interessiert.



Für all diejenigen, die diese Geschichte nicht gelesen haben; hier schreibt ein 11-jähriger über eine gleichaltrige Klassenkameradin.

Hier wird ein Mädchen zur Frau stilisiert, typisch für......
Es wird sich einer Sprache bedient, von der ein 11-jähriger weit entfernt ist.
Es werden Details beschrieben, die keinen Jungen in diesem Alter interessieren...

Ich könnte k......


...und bin froh, dass uns der Autor eine Fortsetzung seiner Geschichte erspart hat...

Die Geschichte alleine könnte man mit Wohlwollen als harmlos betrachten, gäbe es nicht Na und III und die anhängige Diskussion....

#25 RE: Na und III von SchwabeinÖsterreich 25.10.2014 11:06

So so.

Ich weiß gar nicht auf was, in diesem heillosen Kuddelmuddel ich zuerst antworten soll. Ich weiß noch nicht mal ob ich auf so ein Durcheinander überhaupt antworten will.

Vielleicht hilft es ja, wenn ich einfach meine Sicht der Lage schildere. So wie ich die beiden letzten Beiträge verstehe willst du, lieber Andere Dimension, mir hier irgendwas unterstellen (das zeigen die Worte "fader Beigeschmack"). Wenn ich nur wüsste was du mir eigentlich genau unterstellen willst, könnte ich auch leichter darauf reagieren. Du zitierst wahllos ein paar einzelne, völlig aus dem Gesamtzusammenhang der Geschichte gerissene Sätze, einer Geschichte, die ich schon vor langer Zeit geschrieben habe (ich habe gerade mal nachgeschaut, den ersten Entwurf zu dieser Geschichte habe ich bereits vor sage und schreibe 5 Jahren verfasst). Damals hatte Argus noch nicht mal die Idee zu "Na und I".

Die Geschichten Na und I und Na und II haben mich aber tatsächlich vor allem deshalb angesprochen, weil es hier um Sexualstraftaten an Kindern geht. Das ist ein Thema, mit dem ich mich nun mal ein wenig auskenne (ich denke, das dürfte aus Na und III auch hervorgegangen sein) und bei dem mich die Fehlinformationen in den Medien und die Vorverutreilung der Täter regelmäßig aufregen. Auch mir geht es dabei in erster Linie um den Schutz der Kinder, aber denen ist nicht im Mindesten damit geholfen, wenn man pauschal jeden Täter über einen Kamm schert, und erst recht nicht, wenn man sogar Personengruppen vorverurteilt, die gar keine Täter sind. Mir ging es darum, aufzuzeigen, dass nicht immer alles so einfach ist, wie es scheint und wie die Medien es sich gerne richten. Dass das Kontroversen auslösen kann, war mir durchaus bewusst, und vielleicht sogar ein wenig beabsichtigt, aber ich bitte darum bei der Diskussion sachlich zu bleiben. "Ich könnte k..." hat mit einer sachlichen Diskussion jedenfalls nichts zu tun. (BTW: Aus diesem Grund habe ich den vorigen Beitrag auch der Moderation gemeldet)

Aber zurück zum eigentlichen Thema:

Deine Sichtweise zu dem Geschehen ist eine mögliche Sichtweise. Ich habe nichts dagegen. Aber mit Na und III wollte ich eben aufzeigen, dass es auch noch andere Sichtweisen dazu gibt. Und in Na und II haben wir ja bereits die Sichtweise des Opfers kennengelernt. Im Gegensatz zur rachsüchtigen Meute, die sinngemäß schreit

Zitat
0,0 % Toleranz dem Täter gegenüber und 100% Schutz und Aufmerksamkeit dem Opfer.

wünscht sich das Opfer eben keineswegs, dass der Täter für seine Taten verurteilt, geschlagen, verletzt oder gar getötet wird. Das Opfer in diesem Fall wünscht sich lediglich, dass sich die Tat nicht wieder wiederholt. Und dazu kann eine psychologische Betreuung des Täters sehr viel mehr beitragen, als die Selbstjustiz einer lynchwütigen Meute von Personen, die gar nicht selbst betroffen sind, und die weder wissen (und es auch gar nicht wirklich wissen wollen), wie sich das Opfer fühlt, noch wie sich der Täter fühlt. Echter Schutz und echte Aufmerksamkeit für das Opfer würde doch bedeuten, dass man zuerst einmal dem Opfer zuhört und versucht seine Sichtweise zu verstehen und sich zu eigen zu machen. An zweiter Stelle kommt dann der Täter. Auch da ist es nicht völlig unerheblich zu wissen, aus welcher Motivation heraus eine Tat geschah. Gab es mildernde Umstände, die berücksichtigt werden sollten? Oder vielleicht auch im Gegenteil: Liegt eine besondere Schwere der Schuld vor, die strafverschärfend zu wirken hat? All das muss doch berücksichtigt sein, bevor man jemanden wirklich verurteilen kann, findest du nicht?

#26 RE: Na und III von SchwabeinÖsterreich 25.10.2014 11:32

Ach ja, eins noch:

Zitat
Hier wird ein Mädchen zur Frau stilisiert, typisch für......



Ja wofür denn?

Zitat
Es wird sich einer Sprache bedient, von der ein 11-jähriger weit entfernt ist.
Es werden Details beschrieben, die keinen Jungen in diesem Alter interessieren...



Das mit er Sprache mag vielleicht stimmen - obwohl, wenn ich z.B. an meinen Neffen denke, der ist erst 9 und bedient sich durchaus einer ähnlichen Sprache. Ich denke das hängt ein wenig damit zusammen, mit wem die Kinder den meisten Umgang haben. Aber okay, das Argument mit der Sprache will ich trotzdem mal gelten lassen, auch wenn ich nicht weiß, was das aussagen soll. Ich war zu dem Zeitpunkt als ich die Geschichte erfunden hab' eben keine elf mehr. Trotzdem konnte ich mich noch gut daran erinnern, was mich als Elfjähriger am meisten interessiert hat. Und das war vor allem Annett (Name geändert), ein Mädel aus einer Klasse eine Stufe über der meinen. Und nicht mehr und nicht weniger, als das, was ich mir damals (als Elfjähriger wohlgemerkt!) so gewünscht und zusammengeträumt habe ist in diese Geschichte eingeflossen.

Der Fall meines besten Freundes, der - obwohl er nichts getan hat - als Pädophiler wegen eines angeblichen Kindesmissbrauchs (der tatsächlich nie stattgefunden hat, sondern den seine Ex-Frau erfunden hatte) - vor Gericht gestellt (und schließlich aufgrund erwiesener Unschuld auch freigesprochen wurde) war erst eine ganze Weile nachdem ich die Charlie-Geschichte geschrieben hatte. Denn erst durch diese Geschichte (Die Pädophile Neigung meines Freundes wurde vor Gericht von seiner Ex bloßgestellt, woraufhin er an seinem bisherigen Wohnort von allen Nachbarn geächtet und gemieden, ja teilweise sogar richtiggehend gemobbt, wurde. Er war in seiner Heimatstadt derart gesellschaftlich erledigt, dass er sich dem ganzen Wahnsinn nur noch durch Umzug in eine Großstadt retten konnte.) wurde ich auf die einseitige Berichterstattung der Medien und die ganze Problematik, die damit zusammenhängt aufmerksam, und erst deswegen habe ich damals angefngen mal ein bisschen unvoreingenommen darüber nachzustudieren. Vielleicht wird nun mein Hang zur differenzierten Sichtweise etwas nachvollziehbarer, denn wie mit meinem Freund damals umgesprungen wurde hatte schon fast was von der Qualität des Falls Gustl Mollath.

Zitat
Die Geschichte alleine könnte man mit Wohlwollen als harmlos betrachten, gäbe es nicht Na und III und die anhängige Diskussion....



Ich verstehe nicht, was Äpfel mit Birnen zu tun haben.
Bzw. was meine Kurzgeschichten über Charlie und Christina und über Lizzy bzw. deren Sohn Steven mit der Diskussion um Na und II und Na und III zu tun haben.

#27 RE: Na und III von Andere Dimension 25.10.2014 11:45

avatar

Zitat
Vielleicht hilft es ja, wenn ich einfach meine Sicht der Lage schildere. So wie ich die beiden letzten Beiträge verstehe willst du, lieber Andere Dimension, mir hier irgendwas unterstellen (das zeigen die Worte "fader Beigeschmack").



Ich unterstelle nicht, sondern stelle (für mich) fest - anhand konkreter Beispiele. Da du dich hier als Autor präsentierst und man davon ausgehen kann, dass Du weißt welche Wirkung Worte haben können, rückt u.a. ein "beruhigen" in ein besonderes Licht. Wenn Du, wie du ja selbst sagst, mit der Materie vertraut bist und Du dennoch der Psycholgin diese Worte in den Mund legst, diese im Nachgang auch noch versuchst zu rechtfertigen, dann bleibt da kein Spielraum mehr für Interpretationen - das ist eindeutig!

Zitat
(ich habe gerade mal nachgeschaut, den ersten Entwurf zu dieser Geschichte habe ich bereits vor sage und schreibe 5 Jahren verfasst)



Macht es denn einen Unterschied, ob Du die Geschichte vor 5 Jahren oder gestern geschrieben hast?! Du hast sie geschrieben und veröffentlicht.Punkt.
Und ich habe auch nichts aus dem Kontext gerissen, denn deine Geschichte besteht nicht aus viel mehr als diesen Zitaten.

Zitat
"Ich könnte k..." hat mit einer sachlichen Diskussion jedenfalls nichts zu tun. (BTW: Aus diesem Grund habe ich den vorigen Beitrag auch der Moderation gemeldet)


Das wundert mich nicht, so kannst Du deine Thesen ungefiltert und unwidersprochen verbreiten. Wenn ich etwas zum K.... finde, dann ist das so - und auch mein gutes Recht.

Zitat
Das Opfer in diesem Fall wünscht sich lediglich, dass sich die Tat nicht wieder wiederholt.


lediglich?!?...auch das ist eine Aussage!

Zitat
die gar nicht selbst betroffen sind, und die weder wissen (und es auch gar nicht wirklich wissen wollen), wie sich das Opfer fühlt, noch wie sich der Täter fühlt.


Es geht nicht um das Lynchen, sondern um den Schutz des Opfers - und wie sich der Täter fühlt, da hast Du Recht, das interessiert ausser den Ärzten kein Schwein.

Zitat
Gab es mildernde Umstände, die berücksichtigt werden sollten?


Was soll es denn für mildernde Umstände geben, wenn er diese Tat wissentlich und wiederholt begangen hat?
Deine Kernaussage ist doch, dass er beruhigt sein kann, er ist ja schliesslich nicht pädophil und "nur" ein gewöhnlicher Kinderf....
Da wird mir in der Tat übel!

Zitat
All das muss doch berücksichtigt sein, bevor man jemanden wirklich verurteilen kann, findest du nicht?


Ja, aber genau das hast Du nicht! Du hast nach einem Monolg des Täters eine Diagnose gestellt, was beweist, dass Du eben keine Ahnung von dieser Thematik hast.

#28 RE: Na und III von Andere Dimension 25.10.2014 11:52

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Zitat
Ich war zu dem Zeitpunkt als ich die Geschichte erfunden hab' eben keine elf mehr. Trotzdem konnte ich mich noch gut daran erinnern, was mich als Elfjähriger am meisten interessiert hat. Und das war vor allem Annett (Name geändert), ein Mädel aus einer Klasse eine Stufe über der meinen. Und nicht mehr und nicht weniger, als das, was ich mir damals (als Elfjähriger wohlgemerkt!) so gewünscht und zusammengeträumt habe ist in diese Geschichte
eingeflossen



Ich selbst hatte ja geschrieben, dass die Geschichte alleine nicht unbedingt etwas aussagt - es handelt sich um eine Geschichte, das hat man als Leser zu respektieren. Nur im Kontext mit all den anderen Dingen die Du (off Topic) so schreibst, fällt es schwer sie davon losgelöst wohlwollend zu betrachten - zumindest mir fällt es schwer.

Doch möchte ich dich hier nicht in eine Ecke stellen, in die du gar nicht gehörst. Wenn Du sagst, dass ich mit all meinen Interpretationen falsch liege, dann habe ich das zunächst mal zu akzeptieren.

#29 RE: Na und III von SchwabeinÖsterreich 25.10.2014 18:01

Zitat von Andere Dimension im Beitrag #27
dann bleibt da kein Spielraum mehr für Interpretationen - das ist eindeutig!


Eindeutig für was?

Zitat von Andere Dimension im Beitrag #28
Doch möchte ich dich hier nicht in eine Ecke stellen, in die du gar nicht gehörst. Wenn Du sagst, dass ich mit all meinen Interpretationen falsch liege, dann habe ich das zunächst mal zu akzeptieren.


Wenn du nur endlich mal Konkret werden würdest, was du da interpretierst. Ich verstehe einfach nicht auf was du hinaus willst, oder in welche Ecke du mich eigentlich stellen willst. Vielleicht liegst du eh nicht falsch, aber ich weiß es einfach nicht, weil ich nicht weiß, was du mir eigentlich sagen willst. Ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass wir beiden eh das gleiche meinen und wollen, aber aus unterschiedlichen Richtungen darangehen und deshalb aneinander vorbeireden.

#30 Ein Text, der keinen Leser braucht! von Gast 26.10.2014 08:39

Ich hoffe, Du warst noch nicht hier, mein lieber Leser, denn dieser Text ist ein Beispiel für das geflügelte Wort:
"Sowas lebt und Schiller musste sterben!"
Allein schon die Absicht, dieses Thema in einer Kurzgeschichte abzuhandeln, spricht für "kurzen Horizont".

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