#1 Übermut ist nicht gut von Felicitas 19.10.2016 18:01

„ÜBERMUT IST NICHT GUT!“

DIE GESCHICHTE SPIELT IN DEN LÄNDERN: ENGLAND, DEUTSCHLAND, USA – SIEHE KELLOGG'S CORNPOPS, RUSSLAND – SIEHE MEDITATION „LEGCE“

„ÜBUNG IST ERLEICHTERUNG.“-

AUF RUSSISCH:

„UPRASHNENIE – OBLEGCENIE“. SPRICH:

„UPRASHNENJE - ABLECHTSCHENJE“

„Legce“ ist Russisch und heißt auf Deutsch „leichter“. Aussprache: „ljechtsche“. Ich habe eine Meditationsgeschichte über eine Freundin geschrieben, die ich in meiner Spaßsprache „Legce“ nenne. Und diese Freundin gibt mir den Rat, bei Schwierigkeiten fleißig zu üben, damit mir dann bestimmte Dinge im Leben „legce“ - also „leichter“ fallen.


Wenn Popsi zum Frühstück seine geliebten Cornpops isst, freut er sich schon sehr auf seinen heutigen Tag. ,Was werde ich heute alles tun, sehen, hören und erleben?', überlegt er. ,Heute habe ich Deutsch, Mathe und Turnen – von jedem Unterrichtsfach zwei Stunden. Darauf freue ich mich schon sehr!'
Erwartungsvoll geht Popsi zur Schule. Während er sich auf den Unterricht vorbereitet, plaudert er fröhlich mit seinen Klassenkameraden. Die zwei Deutschstunden sind ihm ein wenig langweilig, doch er sagt sich brav: ,Auch Deutsch ist wichtig zu lernen; es kann mir in meinem Leben auch dringend wichtig sein. Und außerdem muss ich diszipliniert sein und darf mir nicht anmerken lassen, dass es mir lästig ist. Danach habe ich ja meinen Spaß: Vier Stunden lang. Da werde ich eben mal diese zwei weniger interessanten Stunden brav mit lernen. - Und dann habe ich ja wieder meinen Spaß.'
Schon in der zweiten Pause blättert Popsi eifrig in seinem Mathematikheft herum und freut sich an seinen lustig-frech geschriebenen Zahlen. „Alle meine Aufgaben sind richtig!“ stellt Herr Blauhut begeistert fest. „Hurra!“ Seine Kameraden wundern sich darüber, „Wie kannst du nur sooo viel Spaß an Zahlen und Mathe haben?!“
Der Mathematikunterricht ist im Gegensatz zum Deutschunterricht ganz kurzweilig. Auch die übrigen Popsi-Freunde sind begeistert und beteiligen sich eifrig am Rechnen. Jeder will richtige Antworten geben. Zuletzt werden die Hausaufgaben eingetragen – genau das geschah auch vorhin beim Deutschunterricht.
Auch der Turnunterricht ist sehr interessant: Laufen, Springen, gymnastische Übungen, das Spiel „Dieb und Wächter“, Ballspielen und Popsis allerliebsten Turnerlebnisse „Hindernis-Turnen“ stehen auf dem Programm. Bei Letzterem muss man folgendes tun:
Es werden einige Turnbänke richtig herum hingestellt – mit der kleineren Fläche auf den Boden, die größere Fläche, auf der man normalerweise sitzt, nach oben – und die andere Reihe genau
umgekehrt. Darüber hinweg sollen die Schulsportler laufen – also balancieren. Wenn das erfolgt ist, wird die Leiter hoch geklettert. Nun erfolgt das Herunterrutschen auf einer Turnbank, die zuvor vom Lehrer an die Leiter neben die andere Leiter gestellt wurde. Wenn derjenige Sportler die eine Leiter hochgeklettert ist, muss er sich nun auf die andere Leiter bewegen, sich mit dem Rücken zur Leiter drehen, hinsetzen – und kann nun mit viel Spaß herunterrutschen. Anschließend soll er sich unter die Bänke durchschlängeln, aufstehen und über die Bänke springen – oder sich mit den Armen und Händen über die eine Bank ziehen – und die Beine nachziehen. Und je schneller er diese komplizierte Übung schafft, desto besser wird er zensiert. Und gerade diese Sporterlebnisse in einem und hintereinander weg interessieren Popsi am meisten. Manchmal sollen die Schüler diese schwere Übung auch noch mit Bällen in den Händen verrichten. Auch das klappt bei Kobold Popsi ausgezeichnet. Und je mehr Turnvorgänge zu dieser Übung hinzukommen, desto mehr Spaß bereitet sie ihm.
Jetzt ist auch der Turnunterricht abgelaufen, und Popsi geht nach dem Mittagessen – Nudeln mit Tomatensauce und zum Nachtisch eine Banane - nach Hause. Nun erledigt er seine Hausaufgaben in Deutsch und Mathe. Die Deutsch-Hausaufgaben – Grammatik und Rechtschreibung wie auch Lesen sind ihm langweilig, und er erledigt sie deshalb so fix er nur kann. Hingegen die Mathe-Aufgaben gehen ihm ganz leicht von der Hand. Nun packt er rasch seine Schulmappe und kann zu seinen Spielfreunden gehen und mit ihnen Spaß haben. Sie spielen gerade Sprungseil auf zweierlei Art: Zuerst springen die Kinder immer über ihre eigenen Seile, die sie in den Händen halten. Das geht so vor sich, dass sie sich mit beiden Händen die Seile vor die Füße schleudern, dann darüber springen – oder lustig-frech gesagt: „hopsen“ - und nach jedem Darüberhopsen werden die Seile zurück geschwungen und zum neuen Sprung abermals vor die Füße geschwungen. Und das wird von Kindern immer und immer wiederholt. Das beherrscht Popsi meisterhaft.
Das zweite Sprungseilspiel, das Kinder immer spielen, erfolgt so, dass sich zwei Kinder in ein Sprungseil hinein stellen und es ge-dehnt und gespannt halten. Und dann springen oder hopsen mehrere andere Kinder, die an diesem Spiel teilnehmen, immer abwechselnd in das Seil hinein – und dann aus dem Seil wieder heraus. Auch das wiederholen die Kinder mehrmals. Auch Popsi hat daran großen Spaß.
Doch bald kündigt der Mathelehrer die Klassenarbeit an. Da denkt Popsi: ,Ach was soll ich noch üben?! Ich kann ja schon alles! Ich brauche ja gar nicht mehr zu üben!'
Also geht der kleine Popsi Übermut zu seinen Freunden und mit ihnen in den Jugendclub, tanzt, spielt mit seinen Freunden Karten und allerlei andere Spiele.
Als dann die Mathe-Arbeit geschrieben wird, ist er sehr enttäuscht, denn er hat leider nicht noch mal alle seine Fähigkeiten überprüft. Er erhält eine Fünf. Darüber ist er zwar sehr traurig, aber aus dieser schweren Niederlage lernt der kleine Popsi Übermut, dass man nicht aus der Übung kommen darf. Von nun an überprüft er immer vor jeder Klassenarbeit seine geistigen Leistungen, und wo er sich leider noch unsicher fühlt, übt er fleißig.

Der Popsi mit dem blauen Hut
ist alle Tage frohgemut.
Mit seinem Sprungseil in der Hand
spaziert er fröhlich durch das Land.

Von Felicitas Marr

Bitte bei KELLOGG'S veröffentlichen.

#2 RE: ÜBERMUT IST NICHT GUT von baroque 21.10.2016 10:15

Guten Morgen Felicitas,

ja, deine kleine russischgrammatik reicht zwar noch nicht
für Tolstoy, doch Dank für die Minieinführung.

Der Ratschlag deiner Freundin legce ist legce gesagt, als getan!
Doch recht hat sie!

Über deine Geschichte werden sich bestimmt Kinder freuen und wohl auch
´KELLOGG'S ´!

Kurz zu deinem netten und reimenden Gedicht

Der Popsi mit dem blauen Hut
ist alle Tage frohgemut.
Mit seinem Sprungseil in der Hand
spaziert er fröhlich durch das Land.


Auch ich kenne jemanden wie den Popsi, der
allerdings Jarmo heisst.
Doch trägt er keinen blauen Hut, sondern lässt seine
dunklen Haare im Winde wehen. Wenn er auch kein
Sprungseil in der Hand hält, so spaziert er doch
fröhlich durch das Land!
Und wenn er an unserem Garten vorbeikommt,
dann lade ich ihn zu einem Glas Limonade ein.

Mit freundlichen Grüssen und ein schönen Tag wünschend
baroque.

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