#1 Aus meiner Vorprägungsphase von Argus 10.11.2017 14:21

klingt mir noch heute der
rostige Nagel nach, wie
der Tierarzt ihn herausholte
aus dem aufgeschnittenen Rinderleib,
ihn in die blutige Schüssel warf,
begleitet von meiner Besorgnis.

Tief hat sie sich eingenistet;
noch heute vernehme ich das
befreiende Stöhnen der Kühe beim
Kalben, als ich mich an die Stricke hängte,
befestigt an den Beinen der Kälber;

höre im Kopf das Echo vom Quieken der Ferkel,
als ich sie in die Kiste aus Stroh beförderte,
sofort nach der Geburt, aus Vorsicht, um nicht
vom Muttertier erdrückt zu werden.

Es prägt mein Leben, verfolgt
von dem Blick vor zwanzig Jahren
ganz nahe am Puls der Kreaturen,
als ich ihren Schleim und das Blut
spürte zwischen den Fingern, die
Schmerzen, mein Mitleiden, das Glück.

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